Roboter-Liebevon Grigorios Petsos Der britische Forscher und Experte für künstliche Intelligenz David Levy prognostiziert in seinem Buch "Love & Sex with Robots", dass wir in über 40 Jahren Roboter heiraten und lieben werden. Schon in naher Zukunft würden die Roboter so lebensecht sein, dass sie dann kaum noch von Menschen zu unterscheiden seien.
So genannte "Realdolls" (Echtpuppen) sehen schon jetzt Menschen recht ähnlich, zumindest von weitem.
Übersicht:
Levy arbeitet an seinem Londoner Arbeitsplatz mit Sprachrobotern und ist auch Fachmann für Computerschach. Der 62-jährige, verheiratete Wissenschaftler schließt für sich allerdings ein Beziehung mit einem Roboter aus. Er sei glücklich verheiratet und könne wie die meisten Zeitgenossen nichts mit einem künstlichen Partner anfangen.
Vom Roboterhund zum Roboterpartner? Doch schon jetzt gebe es Menschen, denen das nichts ausmachen würde. Man denke nur an die Sexpuppen, die immer wieder gerne gekauft würden. Und in Zukunft werde es laut Levy relativ normal sein, einen Androiden als Ehegatten haben. Schließlich gebe es bereits Roboterhunde, Haushaltshilfen, ja in Japan streicheln Roboter sogar Bettlägerige, mit messbarem Erfolg. Ihnen geht es dadurch besser. Im Grunde sind alle Teile eines künstlichen Ehepartners schon da. Einerseits gibt es immer lebensechtere Puppen und maschinelle Stimulationsgeräte, andererseits immer selbstständiger handelnde und denkende Roboter. Darüber hätte sich unser Verhältnis zu Robotern auch geändert. Früher waren Sie nur Maschinen, vor denen man sich höchstens fürchtete. Inzwischen seien wir uns emotional schon näher gekommen.
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Mit dem Ständchen scheint es auf jeden Fall schon zu klappen. Toyoota-Roboter; Bild: wikepedia-Nutzer Chris 73
Der Süddeutschen Zeitung sagte Levy: "Wir können heute schon Roboter entwickeln, die anhand der Klangfarbe der menschlichen Stimme mit Gefühlen wie Wut, Freude oder Trauer reagieren. Vor nur 40 Jahren wurde der erste primitive Roboter in der Industrie eingesetzt, in den nächsten 40 Jahren kann noch sehr viel passieren." Und auf die Frage, ob er von Liebe oder von Sexmaschinen spreche, antwortete er eindeutig: "Über Liebe. Auf Sexpartner müssen wir nicht bis 2050 warten. In Japan und Südkorea gibt es schon heute Bordelle, die nur mit Sexpuppen betrieben werden. Das sind täuschend echt aussehende Figuren aus Silikon, das sich anfühlt wie Haut, mit Heizungen, die Körperwärme vortäuschen, mit Brustwarzen, die sich bei Berührung aufrichten." Doch was ist mit den Gefühlen? Kann man sich in Roboter wirklich verlieben? Und vor allem: Kann sich ein Roboter überhaupt in einen Menschen verlieben. Aber auch darauf hat Levy eine Antwort parat.
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