Weg zur Unsichtbarkeitvon Ronald Rattmann Wer hat noch nicht davon geträumt, sich unsichtbar zu machen? Dieser Traum könnte jetzt Wirklichkeit werden. Mittels so genannter Meta-Materialien wollen amerikanische Wissenschaftler Tarnmäntel schaffen, die Lichtwellen ablenken.Übersicht:
Zunächst nur Theorie Das Prinzip klingt einfach. Licht ist ja nichts anderes als der sichtbare Teil des elektromagnetischen Wellenspektrums. Und elektromagnetische Wellen kann man irgendwie ablenken. Um ein Objekt oder eine Person unsichtbar zu machen, müsste man also die Lichtwellen drumherum lenken. Für einen Beobachter sähe es dann so aus, als gäbe es das Objekt gar nicht, denn der Strahlengang des Lichts würde sich vor dem Objekt teilen und dahinter wieder zusammenlaufen. Etwa so, wie das Wasser eines Baches um einen runden Stein herumfließt. Soweit die Theorie. Angedacht wurde das Prinzip der Lichtwellenablenkung schon um die Jahrtausendwende. Allerdings fehlte es bislang noch an zwei grundlegenden Voraussetzungen. Zum waren keine Materialien verfügbar, die wenigstens theoretisch in der Lage sein könnten, die Wellen des Lichts von ihrer Bahn abzubringen. Zum anderen fehlte es am mathematischen Unterbau. Wie genau muss ein Material beschaffen sein, welche Parameter müssen gegeben sein, damit der gewünschte Effekt eintritt?
Diese Eigenschaft besteht darin, dass der optische Brechungsindex des Stoffes in einer bestimmten Art und Weise veränderlich ist. Unklar ist indes, wann sich Theorie und Praxis zu einer alltagstauglichen Lösung vereinigen, die Forscher rechnen damit, dass die Tarnmäntel in wenigen Jahren in Serie gehen können. An dieser Lösung ist nicht nur das Militär interessiert, auch zivile Anwendungen für die "Tarnkappe" sind durchaus denkbar.
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