Städte ohne Zukunft(18.08.2008)von Reinhard Hauke Wo Smog, Säuren, Schwermetalle und Radioaktivität den Boden vergiften, das Trinkwasser verseuchen und die Luft verpesten, ist das Leben nicht mehr lebenswert. Elend, Krankheit und Leid bestimmen den Alltag der Menschen. Die neueste Studie des New Yorker Blacksmith Instituts, das sich seit 1999 weltweit im Kampf gegen die Umweltverschmutzung engagiert, offenbart eine erschreckende Realität. Danach erkranken an den Folgen ökologischer Vergiftung weltweit bis zu eine Milliarde Menschen und 20 Prozent der Menschen in den Entwicklungsländern kommen durch Umweltgifte zu Tode. Sie sterben an Krebs und Lungeninfektionen.
Die zehn giftigsten Städte der Welt » Die schlimmsten Umweltsünden des Menschen treten konzentriert in den schmutzigsten Städten der Welt zutage. In diesen Städten ist die Belastung durch Schwermetalle, Säuren, Smog oder Radioaktivität so hoch, dass das Leben der dort ansässigen Menschen nahezu unerträglich ist.Chemikalien, Salze und Säuren
Zum Thema
Das Blacksmith-Institut hat weltweit 300 Orte untersucht und daraus die zehn giftigsten Städte ausgewählt. Fünf davon befinden sich in den ehemaligen Sowjetrepubliken. Dazu gehören unter anderem das seit der Reaktorkatastrophe von 1986 radioaktiv verseuchte Tschernobyl in der Ukraine sowie die russische Stadt Dserschinsk östlich von Moskau. Insgesamt überwiegen auf der Liste Orte, die durch Industrialisierung und Bergbau verseucht sind. So wie das indische Ranipet. Auf einer Fläche von 1650 Quadratkilometern produzieren 650 Gerbereien täglich 30 Millionen Liter hochgiftige Abwässer, die unkontrolliert ins Umland abgelassen werden. Die dort arbeitenden Menschen sind 175 verschiedenen Chemikalien, Salzen und Säuren ausgesetzt. In Ranipet wird übrigens unter anderem für Salamander, Sioux, Nike und Europas größten Schuhhändler Deichmann produziert.
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||