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Der Mann mit der Eisenmaske

 (27.08.2008)


Wer war der geheimnisvolle Gefangene?
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Übersicht:
  • Der Mann mit der Eisenmaske
  • Bruder oder Diener?
  • Opfer eines Musketiers

  • Das ist der Stoff, aus dem Filme gemacht werden: ein unbekannter Gefangener während der Herrschaft des französischen Königs Ludwig XIV., verborgen hinter einer eisernen Maske, gab und gibt Anlass zu zahlreichen Spekulationen. Zuletzt (1998) war Leonardo DiCaprio als "Mann in der eisernen Maske" zu sehen. Bereits im Jahr 1929 konnte man Douglas Fairbanks Senior als "The Iron Mask" in den Lichtspielhäusern sehen.

    Die Fakten

    Dass der geheimnisvolle Gefangene immer noch zu Mutmaßungen anregt, zeigt ein im Jahr 1991 durchgeführtes internationales Seminar, bei dem jede Kleinigkeit zusammen getragen wurde. Gewissheit über die Identität der "Eisernen Maske" aber erbrachte auch diese Zusammenkunft nicht. Dabei sind einige Fakten bewiesen. Denn beim Sturm auf die Bastille wurden Aufzeichnungen über den Gefangenen mit der Nummer "64389000" gefunden. In dem Bericht wird das Datum seiner Gefangennahme mit 1669 angegeben, gestorben ist er laut Bericht im Jahr 1703. Bevor er in die Pariser Bastille gebracht wurde, wurde er mehrmals von einem Staatsgefängnis in ein anders verlegt. Zuerst eingesperrt war er auf der Festung Pignerol in den französischen Alpen, dann folgten Stationen in Exilles, das in der Nähe von Pignerol liegt, und die Festungsinsel Marguerite vor der französischen Südküste. Persönlich bewacht und, wenn man manchen Quellen Glauben schenken darf, auch persönlich bewirtet, wurde der Gefangene von dem Gefängnisdirektor Bénine de Saint Mars, der jeweils dort das Gefängnis leitete, wo die "Maske" inhaftiert war.

    Kein Wort zu keinem

    Dass der Gefangene eine Maske tragen musste, ist ebenfalls bewiesen. Ob diese wirklich aus Eisen war, wie Voltaire behauptet, oder aus Samt, wie andere Quellen berichten, oder ob beide Masken existierten, ist indes unklar. Tragen musste er aber in jeden Fall eine und das beim Hofgang und Fremden gegenüber. Auch reden durfte er mit Niemanden. Es deutet also alles darauf hin, dass der unbekannte Gefangene etwas weiß, das andere nicht wissen dürfen und das die Sicherheit des Staates bedrohte.

    Einige Privilegien

    Trotz dieser starken Einschränkungen hat der "Mann mit der eisernen Maske" einige Privilegien gehabt. Seine Zelle war möbliert, er erhielt alle Bücher seiner Wahl, spielte die Laute und wurde ärztlich versorgt. Manche Zeugen behaupten, dass Offiziere in seiner Gegenwart ihre Kopfbedeckungen abnahmen.

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    Kommentare:
    Nicht nur Theater! (1 Antwort) dissident5,
    02.09.2008 17:41
    Das ist in der Bilderflut in der wir heute leben übrigens etwas, daß man über all die Theateraufführen nicht vergessen sollte: es ist nicht nur Theater und Unterhaltung: es ist oft auch tatsächlich...
    Zitatantwort »   antworten »

    weitere Kommentare ... (2 Kommentare)

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