Sie sind hier: Startseite > Themen > Nachrichten > Wirtschaft > Weltwirtschaft im Stimmungstief

Weltwirtschaft im Stimmungstief

München (dpa) - Die Finanzkrise und der weltweite Konjunkturabschwung haben die Stimmung in der Weltwirtschaft auf den tiefsten Stand seit mehr als 20 Jahren gedrückt.


Die Wirtschaftsaussichten für die kommenden sechs Monate sehen die befragten Experten deutlich skeptischer als bisher. (mehr...)

Bild 1 von 1Zurück-Button für Inline-Bildershow/Artikelbild (inaktiv)Vor-Button für Inline-Bildershow/Artikelbild (inaktiv)
©dpa-info.com GmbH
20. November 2008 12:16 Uhr

Der vierteljährlich erhobene Indikator für das Weltwirtschaftsklima brach im Oktober von 73,4 Punkten im Vorquartal auf 60,0 Punkte ein, wie das ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Donnerstag in München mitteilte.

Es war der fünfte Rückgang in Folge. Vor allem die Einschätzungen zur derzeitigen wirtschaftlichen Lage verschlechterten sich massiv, aber auch für die kommenden sechs Monate zeigten sich die befragten Experten deutlich skeptischer. «Insgesamt deuten die erhobenen Daten auf eine globale Rezession hin», erklärte ifo-Chef Hans-Werner Sinn laut Mitteilung.

Die Wirtschaftsforscher ermitteln den Index viermal jährlich durch eine Befragung von rund 1000 Experten aus 91 Ländern, die sie nach ihren Einschätzungen zur aktuellen Lage und den Erwartungen für das nächste Halbjahr befragen. Aus beiden Werten ermittelt das ifo Institut den Index für das Weltwirtschaftsklima. Bei der aktuellen Umfrage sackten die Urteile zur derzeitigen Wirtschaftslage von 85,8 Punkten im Vorquartal auf 67,6 Punkte ab. Der Erwartungsindex gab von 61,4 Punkten auf 52,6 Punkte nach.

Neben den großen Wirtschaftsregionen Nordamerika, Westeuropa und Asien traf die Abkühlung dieses Mal auch Mittel- und Osteuropa, Russland, Lateinamerika und Australien. In den USA werde die aktuelle Wirtschaftslage zwar weiterhin sehr ungünstig bewertet, für die kommenden sechs Monate zeigten sich die Experten aber nicht mehr ganz so pessimistisch wie in der ersten Jahreshälfte.

In Westeuropa verschlechterte sich das Wirtschaftsklima erneut in nahezu allen Ländern. Die aktuelle Situation werde derzeit vor allem in Spanien, Italien, Belgien und Irland ungünstig beurteilt, hieß es. Für Asien trübten sich sowohl die Urteile zur derzeitigen Lage als auch die Erwartungen für das kommende halbe Jahr ein.

Die Inflationserwartungen hätten weltweit ihren Höhepunkt überschritten, hieß es. Für die kommenden sechs Monate nahmen die Experten nahezu überall ihre Inflationserwartungen zurück. Eine Mehrzahl rechnet zudem in den kommenden Monaten mit sinkenden Notenbankzinsen.

Quelle: dpa-info.com GmbH

 
Börse
 
 DAX 
 
 TDAX 
 
 MDAX 
 
 DOW 
 
 Nasdaq 
 
DAX Tops Diff %
Linde +2,98%
SAP +1,68%
Merck +1,47%
DAX Flops Diff %
Commerzbank -13,80%
Infineon -10,51%
Dt. Postbank -8,80%

Wertpapier-Suche:

DAX 4.879,91 -1,16%
Dow Jones 8.742,46 -0,31%
EUR/USD 1,37 -0,40%
Nasdaq 100 1.252,52 +1,12%
TecDAX 502,46 -3,26%
Crude Rohöl 48,30 0,00%
Finanzen aktuell
Immobilien suchen und anbieten

Über 950.000 Mietwohnungen, Häuser,
Eigentumswohnungen, Gewerbeimmobilien, Grundstücke
und Neubauhäuser zum Kaufen oder zur Miete
Wohnort:
Mieten Mieten
Jobbörse
 
Detailsuche  
Impressum  |  AGB  |  Datenschutz  |  Kundenservice  |  Mediadaten  |  freenet AG  |  Jobs  |  Sitemap