US-Verbraucherpreise fallen - Deflation drohtWashington (dpa) - Der Einbruch des Ölpreises und kräftige Rabatte der Einzelhändler haben zum stärksten monatlichen Rückgang der US-Verbraucherpreise seit mehr als 60 Jahren geführt.Die Preise seien im Oktober saisonbereinigt um ein Prozent gefallen, teilte das US-Arbeitsministerium am Mittwoch mit. Solch einen starken Rückgang auf Monatssicht habe es seit Einführung der Statistik Anfang 1947 nicht gegeben. Experten werteten die sinkenden Preise als ein weiteres Anzeichen der US-Wirtschaftskrise. Die Jahresinflation wurde kräftig gedrosselt: Im Vergleich zum Oktober 2007 stiegen die Preise nur noch um 3,7 Prozent, nach 4,9 Prozent im Vormonat. Auch ohne die schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise sanken die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent verglichen zum September - laut der Fachagentur «Bloomberg» der erste Rückgang der sogenannten Kernrate seit 1982. Zum Vorjahr lag die Kerninflation 2,2 Prozent höher (2,5 Prozent im September). «Es gibt ein erhöhtes Risiko von Deflation», sagte der Chefökonom der US-Investmentfirma Merk Investments LLC, Joseph Brusuelas, zu «Bloomberg». «Wir werden in den kommenden Monaten einen Rückgang der Preise auf breiterer Basis sehen.» Die Energiepreise waren in den USA im Oktober um 8,6 Prozent gefallen, der stärkste Rückgang seit 1957. Quelle: dpa-info.com GmbH
3 Leser-Kommentare zu diesem Artikel (alle Kommentare ansehen)
Das könnte Sie auch interessieren:
UN verlangen sofortige Waffenruhe in GazaNew York/Tel Aviv (dpa) - Der Weltsicherheitsrat hat Israel und die radikal-islamische Hamas in der Nacht zum Freitag zur sofortigen, dauerhaften und voll respektierten Waffenruhe im Gazastreifen verpflichtet. Ungeachtet dessen gingen nach Fernsehberichten die Kampfhandlungen dort weiter. Staat steigt mit 25 Prozent bei Commerzbank einEiswinter mit minus 34,6 Grad - zwei ErfroreneBörse
Finanzen aktuell
Immobilien suchen und anbieten
Jobbörse
|