Georgien bricht Beziehungen zu Russland abMoskau/Tiflis (dpa) - Georgien hat nach dem Verlust seiner abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien die diplomatischen Beziehungen mit Russland vorerst komplett eingestellt. An diesem Samstag würden auch die letzten Diplomaten aus Russland abgezogen.![]() Georgiens Präsident Saakaschwili: Keine diplomatischen Beziehungen mehr zu Moskau (Archivbild) (mehr...) ©dpa-info.com GmbH Das teilte der stellvertretende georgische Außenminister Grigol Waschadse laut der Agentur Interfax in Tiflis mit. Gleichzeitig forderte er die russischen Diplomaten auf, Tiflis zu verlassen. Russlands Außenamtssprecher Andrej Nesterenko bedauerte die Entscheidung und sagte, dass der Abbruch die Beziehungen beider Länder zusätzlich belaste. Das georgische Parlament hatte den Beschluss zur Beendigung der diplomatischen Beziehungen am Donnerstag gefasst und gleichzeitig die «Okkupation Abchasiens und Südossetiens» verurteilt. Die russischen Diplomaten in Georgien seien bereit, das Land zu verlassen, wenn die georgische Führung dies verlange, sagte Russlands Botschafter Wjatscheslaw Kowalenko in Tiflis. In Russland leben rund eine Million Georgier. Es wird befürchtet, dass Georgien den Kontakt mit der Minderheit verlieren könnte. Georgien will in Russland einen Konsul, Vizekonsul und technisches Personal lassen. Auch Moskau will die konsularische Arbeit in Georgien fortsetzen. Die Interessen Georgiens in Russland würden künftig von einem dritten Land wahrgenommen, sagte Waschadse. Dazu liefen bisher Konsultationen mit verschiedenen Ländern. Nach der Anerkennung der Unabhängigkeit Abchasiens und Südossetiens durch Moskau hatte Tiflis in dieser Woche zunächst die diplomatischen Beziehungen auf ein Minimum reduziert. Russland sei ein «Aggressor», der die völkerrechtlich zu Georgien gehörenden Regionen annektiert habe, hieß es in der Erklärung des Parlaments in Tiflis. Die Menschen in den Nachbarländern sind traditionell eng durch familiäre und kulturelle Beziehungen miteinander verbunden. Quelle: dpa-info.com GmbH
Das könnte Sie auch interessieren:
Medien: Clinton will Außenamt übernehmenWashington (dpa) - Die ehemalige First Lady Hillary Clinton hat sich nach Informationen der «New York Times» vom Freitag dafür entschieden, das Außenministeramt in der Regierung des neuen Präsidenten Barack Obama zu übernehmen. Die Zeitung berief sich dabei auf Angaben von zwei Clinton-Vertrauten. Opel plant trotz Krise keine Kündigungen bis 2010Klatten: Strafanzeige war «einzige Chance»WAS MEINEN SIE? aktuell 2146 TeilnehmerWie wird sich Obamas Präsidentschaft auf Europa auswirken? Toplinks aus dem Bereich "Nachrichten"
|