Norah Jones hat eigentlich alles richtig gemacht. Nicht nur ihre Pop-Karriere verlief bisher ohne größere Zwischenfälle, auch ihren ersten Spielfilm hat sie mit Bedacht ausgewählt. Unter der Ägide von Regie-Meister Won Kar-Wai drehte sie im letzten Jahr "My Blueberry Nights" und begeisterte damit nicht nur Kritiker, sondern auch Fans und Publikum. An der Seite von Jude Law spielt sie darin eine liebeskranke Kellnerin, die erst durch ganz Amerika reisen muss, um ihre große Liebe zu finden.
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Trailer
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| "My Blueberry Nights"
mit Norah Jones |
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"Video
Kings" mit Bela B. |
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"Alpha Dog" mit
Justin Timberlake |
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Ganz anders sieht es da bei Show-Größe Britney Spears aus. Noch lange vor ihrer skandalträchtigen Zeit drehte sie - auf dem Höhepunkt ihres weltweiten Erfolgs und der eigenen Selbstinszenierung als All-American-Girl - den Film "Not A Girl - Crossroads". Von der Kritik wurde der Film gnadenlos zerrissen, als überflüssig bezeichnet und Spears mangelhafte Schauspielleistung gegeißelt. Trotzdem spielte der Film mehr als das fünffache der Produktionskosten wieder ein.
Besonders schlechte schauspielerische Leistungen erbrachte auch Madonna in ihrer Karriere. Die "Evita"-Darstellung brachte ihr zwar noch einen Golden Globe ein, aber spätestens bei ihrem Machwerk "Swept Away" war alles zu spät. Der Film erhielt im Jahr 2003 fünfmal die Goldene Himbeere, darunter für Madonna, Guy Ritchie als Regisseur und als Schlechtester Film. Zu allem Überfluss wurde das Liebesgeplänkel auf einer einsamen Insel 2005 nochmal nominiert: als schlechtestes Drama der letzten 25 Jahre.
Norah Jones in "My Blueberry Nights" (Foto: ©Fox)
Zu den ganz schlechten Leinwand-Exkursionen gehören auch die von Jon Bon Jovi. Der Rocker versuchte 1990, mit "Blaze of Glory" das Unmögliche möglich zu machen - auf dem Höhepunkt seines musikalischen Erfolgs auch auf der Leinwand alles abzuräumen. Das Ergebnis war eher mau, "Blaze of Glory - Flammender Ruhm" verschwand fast augenblicklich in die hintersten Winkel der Videotheken. Genauso wie Jennifer Lopez, deren Film "Anaconda" es 1997 zwar auf die Leinwand schaffte, heute aber zu den miesesten Horrorfilmen der letzten zehn Jahre gehört.
Auch Deutschland hat seine Popstars, die es auf der Leinwand probiert haben. Herbert Grönemeyer versuchte sich 1981 unter den Händen des damals noch unerfahrenen Regisseurs Wolfgang Petersen an der filmischen Umsetzung eines Mammutprojekts: "Das Boot" war ein phänomenaler Mehrteiler, der selbst im Ausland Anklang fand. In der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Lothar-Günther Buchheim spielte Grönemeyer damals den Leutnant Werner. Oft stand er seitdem nicht mehr vor der Kamera - erst ein Cameo-Auftritt im Musiker-Biopic "Control" über Joy Division Sänger Ian Curtis brachte Grönemeyer zurück auf die Leinwand.
50 Cent, Mariah Carey, Britney Spears - die Liste der gescheiterten Gehversuche als Schauspieler ist lang. Trotzdem gab es neben den ganzen Flops auch ein paar Höhepunkte, wie unsere Bildershow beweist.