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Vom Model zum Filmstar

 (04.01.2008)

Der Weg ist hart und steinig: bevor man in den USA einen Fuß in die Schauspiel-Tür bekommt, braucht es unzählige Minijobs. Einer davon ist das Modeln.



Lindsay Lohan in "Ich weiß wer mich getötet hat" (Foto: ©2007 Sony)
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Kaum ein Gesicht, das es heute auf der großen Leinwand zu sehen gibt, ist unverbraucht. Die meisten Top-Stars, egal ob Brad Pitt oder Leonardo DiCaprio, Cameron Diaz oder Kim Basinger - sie alle haben eines gemeinsam: eine Model-Laufbahn.

Im Hollywood der 70er und 80er Jahre herrschte wahre Goldgräberstimmung. Schließlich hatte sich das Fernsehen in jeder Wohnstube durchgesetzt. Es brauchte hübsche, junge, unverbrauchte Gesichter, die herhalten mussten für Shampoo, Haargel oder Jeans. Wer sich heute noch einmal durch die Clips der 80er zappt, wird erstaunt sein, wieviele Top-Stars er da sieht. Brad Pitt zum Beispiel machte jahrelang Werbung, bevor es 1991 mit dem berühmten Levi's-Werbespot und der Waschbrettbauch-Rolle in "Thelma und Louise" so richtig los ging.

Aber es ging auch anders: wo Brad Pitt und Leonardo DiCaprio als Models noch relativ unbekannt waren, verdienten Top-Models wie Kim Basinger schon seit den 70ern mehr als 1.000 US-Dollar am Tag. Basinger, die es mit 16 auf den Laufsteg zog, hatte es am Ende ihrer Blitzlicht-Karriere auf mehr als 300 Magazin-Cover geschafft. Ebenso Cameron Diaz, die es mit 17 Jahren auf das Cover des US-Teenie-Magazins "Seventeen" schaffte.

Auch Lindsay Lohan hat den Sprung geschafft. Schon im Alter von drei Jahren stand sie vor den Kameras und kann heute immerhin mehr als 60 Werbespots vorweisen. Egal ob Fast-Food-Kette oder Auto-Hersteller: Lindsay brauchte nur ihren berühmten Augenaufschlag machen und schon hatte sie den Vertrag in der Tasche. Das brachte sie mit 17 immerhin auf das Titelblatt der Vanity Fair - und schleuderte sie geradewegs in eine Filmkarriere. Eine Karriere, die bis heute anhält, aber von mehreren Drogen- und Alkoholeskapaden überschattet wird.

Wirklich befriedigend scheint das Model-Geschäft also nicht zu sein. Deutschlands berühmtestes Model, Claudia Schiffer, überkam es Mitte der 90er Jahre: nachdem ihr Gesicht mehr als 500 Titelseiten geziert hatte, wollte die kühle Blonde plötzlich schauspielern. Mit mäßigem Erfolg: ihre Cameo-Auftritte in "Richie Rich" und "Prêt-à-Porter" werden nicht in die Geschichtsbücher des Filmbusiness eingehen.

Ganz anders da Ashton Kutcher. Der wurde in Iowa entdeckt, ein Talent-Scout brachte ihn bis nach New York. Dort machte er Werbung für Calvin Klein und Pizza Hut, brachte es bis auf die Laufstege in Paris und Mailand. 1998 war es dann soweit: Ashton Kutcher schaffte den Durchbruch in der US-Serie "Die wilden Siebziger". Seitdem hat er nicht mehr als Model gearbeitet, sondern in Blockbustern wie "Pearl Harbor" mitgespielt.

Bis heute führt der steinige Weg zum Hollywood-Star über Werbespots und Mode-Laufstege. Selten aber zurück: kein Schauspieler hat nach einer erfolgreichen Karriere wieder angefangen zu modeln...

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