Über 2.700 Leser der Zeitschrift "FHM" haben über die Vergabe der ersten FHM Movie Awards entschieden. Zwar gab es keine pompöse Preisverleihung wie beim amerikanischen Pendant - die Kategorien hätten das wohl aber auch kaum zugelassen. Welcher amerikanische Hollywood-Star hätte schon seinen Preis für "Bester Film, in dem man gerne Sex mit der Hauptdarstellerin gehabt hätte" entgegen genommen.
FHM Movie Awards 2007:
Die Gewinner zum durchklicken!:
Dabei wäre die Gewinnerin dieser Kategorie eine gern gesehene Augenweide: Jessica Alba hat nämlich fast ein Viertel der FHM-Wähler überzeugt. 24% Prozent gaben ihr in dieser anzüglichen Kategorie ihre Stimme. Und das für einen Film, in dem sie die meiste Zeit bis unters Kinn einen blauen Ganzkörperanzug trägt: "Fantastic Four - The Rise of the Silver Surfer". Abgeschlagen dahinter liegen Megan Fox ("Transformers") und Keira Knightley ("Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt").
Findet bei der Freundin keinen Anklang: Hostel 2 (Foto: ©2007 Sony)
Auch die anderen 17 Kategorien legen den Schluss nahe, dass es sich hier keineswegs um eine todernste Jahresbestenliste handelt. Dafür sind schließlich die Feuilletons und Akademien zuständig. Und weil man sich alles erlauben kann, folgen auf dem Fuße Kategorien wie "Beste Sterbeszene" oder "Dümmster deutscher Filmtitelzusatz". Auffallend häufig gewinnen "Die Simpsons". Sie räumen nicht nur in der Kategorie "Beste Schleichwerbung in einem Film" ab, in der auffallend oft die Marke Nokia Erwähnung findet. Viel schmeichelhafter ist da für Simpsons-Erfinder Matt Groening der 1. Platz in der Kategorie "Bester Film, von dem du weisst, dass er eine Fortsetzung haben wird". Was die FHM-Leser allerdings so sicher macht, dass Groening nach mehr als 15 Jahren Planung für den ersten Simpsons-Film scharf auf eine Fortsetzung ist, bleibt ungewiss.
Sicher ist aber der Geschmackssinn der Wähler bei Fortsetzungen. 14 Prozent fanden den Hollywood-Flop "Evan Allmächtig" mehr als überflüssig. Auch "Die Wilden kerle 4" fand sehr wenig Anklang. Selbst ein alter Haudegen wie Sylvester Stallone musste sich in den Top 3 der "Überflüssigsten Fortsetzungen" wiederfinden. Da hat Bruce Willis mehr Glück. Dessen Blockbuster-Comeback "Stirb Langsam 4.0" war nicht nur an der Kinokasse ein Hit. Auch die FHM-Wähler hievten ihn auf Platz 1 der Liste "Beste Fortsetzung". Mit 30% Prozent ein deutliches Vorum, dem sich "Fluch der Karibik 3" und "Saw III" schließlich geschlagen geben mussten.
Die nicht ganz ernst gemeinte Liste des Männermagazins "FHM" befindet sich ab jetzt an jedem gut sortieren Zeitschriften-Kiosk.