Gewinner und Verlierer auf der Berlinale 2008(18.02.2008)Brasilien feiert: der Film "Tropa de Elite" ist der große Gewinner der Berlinale 2008. Der Wettbewerbsbeitrag von Regisseur José Padilha hat den Goldenen Bären für den besten Film gewonnen. Die deutschen Beiträge gingen leer aus.
Sally Hawkins gewinnt als beste Schauspielerin. (Foto: ©2008 Berlinale)
Zum zweiten Mal in der Geschichte der Berlinale hat ein lateinamerikanischer Film den Goldenen Bären gewonnen. Lange musste ein Land wie Brasilien auf eine Trophäe warten - "Tropa de Elite" hat das Kunststück nun geschafft. Der Film ist nicht unumstritten: Regisseur José Padilha erzählt darin vom knallharten Kampf einer Eliteeinheit der brasilianischen Militärpolizei - gegen die Drogenmafia in den Elendsvierteln von Rio de Janeiro. In seiner Heimat ist der brutale Film bereits einer der erfolgreichsten Kassenschlager aller Zeiten.
Der Favorit und Oscar-Anwärter "There Will Be Blood" konnte sich in der wichtigsten Kategorie nicht durchsetzen. Schämen müssen sich die Macher aber nicht: Regisseur Paul Thomas Anderson gewann den Silbernen Bären für die Beste Regie. Nach "Magnolia" aus dem Jahr 2000 die zweite Berlinale-Auszeichnung für den Amerikaner.
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Glücklich: José Padilha mit goldenem Bären für "Tropa de Elite". (Foto: ©2008 Berlinale)
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