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Abzocke per SMS

 (22.10.2008)

Jeder bekommt gerne eine SMS. Wer viele Kurznachrichten bekommt, der ist immerhin gefragt, beliebt und verpasst sicherlich nichts im Freundes- und Bekanntenkreis. Doch es gibt leider auch ganz "böse" SMS-Nachrichten, die man lieber nicht bekommen würde. Manche sind nur unnötiger Spam, doch andere können den Empfänger viel Geld kosten - vor allem, wenn er unbedarft und unvorsichtig auf Nachrichten antwortete, die nur aus einem einzigen Grund auf sein Handy geschickt wurden: Um ihn abzuzocken.



SMS-Abzocke
Per SMS haben es die Abzocker auf Ihr Geld abgesehen.
Übersicht:
  • Die Maschen der SMS-Abzocker
  • Anzeichen für und Abhilfen gegen SMS-Abzocke

  • Die Maschen der SMS-Abzocker

    Betrug und Geldmacherei mit der Gutgläubigkeit der Menschen ist eine Sache, welche nicht erst mit den neuen Medien wie Internet oder Handy erfunden wurde. Aber gerade sie machen es leider Abzockern besonders leicht, potentielle Opfer zu finden, denn noch immer gehen viele Menschen zu unbesorgt mit diesen Medien um und schauen oft nicht so genau hin, klicken auf Links, laden fröhlich Programme herunter oder antworten auf scheinbar harmlose SMS-Nachrichten. Genau letzteres machen sich die SMS-Abzocker zu Nutze und versuchen mit verschiedenen Maschen Handybesiter wie Dich und mich zu einer Antwort an eine teure Service-Nummer zu bewegen.

    Die soziale Masche

    "Hey. Lange nichts von Dir gehört. Meld' Dich doch mal wieder. Nina." - So oder so ähnlich sehen die SMS-Nachrichten aus, mit welchen unseriöse Betreiber eines SMS-Dienstes auf Kundenfang gehen. Meist verbirgt sich hinter einer solchen Nachricht ein teurer SMS-Chat und wer antwortet kann sich schneller von ein paar Euros verabschieden, als er mit T9 "Abzocke" tippen kann. Denn einmal geantwortet wird man Ping-Pong artig in eine Unterhaltung per SMS verwickelt, bei welcher jede Antwort-SMS Geld kostet.

    Die Gewinnspiel-Masche

    Das kennt man inzwischen auch von Postwurfsendungen oder nervigen Telefonanrufen. Eine kurze Nachricht, dass man etwas gewonnen hätte, bevorzugt viel Bargeld oder ein Auto, und dass man nur noch bei einer Nummer anrufen müsse (oder eine bestimmte Taste drücken), um seinen Gewinn für sich zu beanspruchen. Leider fallen immer noch genug Menschen auf diese Masche herein, auch und vor allem, wenn die Nachricht per SMS kommt und wählen die überteuerte Hotline, die sich hinter der Nummer verbirgt.

    Die Hormon-Masche

    Abzocke-SMS stammen aber des öfteren auch von Flirtbörsen, welche als SMS-Chats sich so genannter Profi-Chatter bedienen, welche vorgeben, ein interessierter Flirtteilnehmer zu sein. Oft sind die ersten SMS, mit welchen man zur Antwort verleitet werden soll, entsprechend aufreizend. Und welcher Mann fühlt sich nicht wenigstens geehrt, wenn die blonde, gutaussehende Krankenschwester (19 Jahre) ausgerechnet ihn für Doktorspiele per SMS auserkoren hat?

    Die Postfach-Masche

    Oder Sie bekommen eine solche Nachricht: "Jemand hat eine Bildnachricht für Sie hinterlegt. Zum Abrufen der Nachricht schicken Sie bitte eine SMS mit Ihrem MMS-Code [...] an die folgende Nummer." Diese Art der Abzock-Versuche gibt es wahlweise auch mit einer Sprachnachricht, die über eine teure Hotline abgerufen werden kann. So oder so verbirgt sich dahinter eine teure Service-Nummer und in der Regel ein Profi-Chatter.

    Die Kleinanzeigen-Masche

    Besonders dreist sind Betrüger, die sich die Nummern ihrer Opfer aus Kleinanzeigen in Zeitungen oder aus dem Netz nehmen. Wer hier sein altes Auto oder das nicht mehr benötigte Spielzeug der erwachsenen Kinder verkaufen will und dabei seine Handynummer angibt, kann durchaus eine SMS von einem möglichen Interessenten bekommen, der um einen Rückruf bittet, natürlich wieder unter einer Premium-Nummer.

    Die Abbestell-Masche

    Jeder, der schon einmal über einen längeren Zeitraum lästige Werbe-SMS bekommen hat, wünscht sich irgendwann, dieses Zeug ein für allemal loszusein. Da ist der Hinweis in einer solchen Nachricht schon verlockend, dass man sich einfach aus dem Verteiler löschen lassen könne, wenn man ein bestimmtes Wort an eine Servicenummer per SMS schickt. Wer dies aber tatsächlich macht, ist auch bereits in die Kostenfalle getappt.

    Die Abo-Kündigungs-Masche

    Ganz ähnlich arbeiten auch Phishing-SMS, bei welchen man eine SMS bekommt, die darüber informiert, dass man einen bestimmten Dienst abonniert hätte und ein gewisser Betrag ab sofort monatlich vom Konto eingezogen würde, bis man sich auf einer Webseite wieder von diesem Dienst abmelden würde. Wer die angegebene Internetseite ansurft, findet tatsächlich ein Formular, das auf dem ersten Blick der Abmeldung von einem Angebot dient. Doch spätestens, wenn man zum Herunterladen einer dafür benötigten Software aufgefordert wird, sollte auch der Letzte stutzig werden. Wer dennoch den Download vornimmt, hat sich einen Trojaner eingefangen, welcher den eigenen PC der Kontrolle eines Kriminellen unterstellt.

    Lesen Sie auf der nächsten Seite: Anzeichen für und Abhilfen gegen SMS-Abzocke
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    Kommentare:
    Alt. (1 Antwort) filigrani,
    30.10.2008 08:57
    Auf diese Art und Weise kriegt man auch den Zähler von dem dämlichen Karnickel... .de voll wa??
    Zitatantwort »   antworten »

    weitere Kommentare ... (2 Kommentare)

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