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Die kleine Fotohandy-Schule

 (07.05.2008)

Gut Fotos hängen von zwei Dingen ab: von der Leistung der Kamera und von den Fähigkeiten des Fotografen. Das gilt auch und vor allem für das Fotografieren mit einem Kamera-Handy. Viele Einstellungen sind dort in den Menüs versteckt, die für bessere Bilder sorgen würden, wüsste man, wo sie zu finden sind. Und wenn man dann dazu noch ein paar gute alte Fotografen-Tricks berücksichtigt, kann man auch mit dem Fotohandy traumhafte Bilder schießen. Wir verraten, wie.



Samsung SGH-V770 mit aufsteckbarem Objektiv
LupeSamsung SGH-V770 mit aufsteckbarem Objektiv
Übersicht:
  • Die richtige Einstellung
  • Licht, Schärfe und goldene Regeln

  • Die richtige Einstellung

    Wenn man nicht gerade einen Mobiltelefon-Knipser mit VGA-Auflösung vor sich hat, kommt auch das Fotohandy von heute mit einer Vielzahl von Funktionen und Einstellungen daher. Von der Auswahl der Auflösung über die Nutzung des Weißabgleichs oder des Autofokus bis zum Zoomen des Motivs trifft man schon vor dem Drücken des Auslösers viele Entscheidungen, die sich auf das spätere Bild auswirken.

    Auflösung und Qualität

    Wie auch bei normalen Digitalkameras gilt, dass ein gute Bild nicht in erster Linie von möglichst vielen Pixeln abhängt, sondern auch von der Qualität der Linse und der Hardware, welche das Motiv einfängt und in Pixel verwandelt. Wer aber sein Fotohandy nun schon gekauft hat, kann an der Linse allerdings leider nichts ändern und nur noch die Auflösung auswählen.

    Hat man viel Speicher, darf es daher durchaus gerne die höchste Auflösung sein, denn in diesem Fall sind viel Pixel wenigstens viel Bildinformationen und in dieser Beziehung durchaus gute Bilder. Dennoch hilft es oft, vorher kurz nachzudenken, was man mit dem Foto später machen möchte. Wer Speicherplatz sparen will, wird Fotos, die nur auf dem Handy betrachtet werden, nicht unbedingt mit 3,1 Megapixeln aufnehmen müssen und spart so wenigstens Platz.

    Der richtige Zoom

    Ist das Motiv zu weit weg und erscheint einfach zu klein für ein schönes Foto, greift man schnell zum Zoom. Doch der hat im Handy seine Tücke, da er meist ein Digitalzoom ist. Dieser vergrößert den Ausschnitt und rechnet das Bild einfach hoch. Das Ergebnis ist eine schlechtere Bildqualität und zudem erhöht sich die Gefahr, das Bild zu verwackeln.

    Wer seine Bilder ohnehin auf den PC zieht, ist besser bedient, ohne den Zoom zu arbeiten und den Bildausschnitt am Computer zu wählen. Es sei denn natürlich das eigene Handy besitzt einen optischen Zoom, bei dem das Objektiv ausgefahren wird. Doch sind diese Handys eindeutig in der Minderheit.

    Gut geblitzt!

    Vor allem bei schlechter Beleuchtung ist ein Blitz oft unerlässlich, um noch eine gute Aufnahme zu bekommen. Allerdings gilt das nur für Motive, die nahe genug sind, dass sie vom Blitz überhaupt ausgeleuchtet werden können. Je nachdem, ob man einen LCD-Blitz, ein Fotolicht oder einen Xenon-Blitz hat, kann diese Distanz unterschiedlich ausfallen. Groß ist sie allerdings nie.

    Wer versucht, bei einem Konzert oder Fußballspiel die ganze Halle oder ein Stadion auszuleuchten, sollte sich nicht wundern, wenn das nicht funktioniert. In solchen Fällen sollte man einfach den Blitz ausschalten und statt dessen eine feste Unterlage für die Kamera suchen und möglichst wackelfrei ein Bild ohne Blitz schießen. Das spart zudem noch Akkuleistung, denn ein Blitz frisst gewaltig Strom.

    Lesen Sie auf der nächsten Seite: Licht, Schärfe und goldene Regeln
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