Wenn der Geldeintreiber zweimal klingelt(22.07.2008)von Richard Lamers
Auch russische Inkasso-Unternehmen unterliegen dem deutschen Gesetz.
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Ein Brief von einem Inkassounternehmen muss weder zu Panik noch in die Ohnmacht führen. Seriöse Geldeintreiber müssen sich an Regeln halten. Komplett illegal sind "Liebegrüße aus Moskau".
Warnung vor Brachial-Inkasso Die finanzielle Notlage mancher Firmen nutzen illegal vorgehende Anbieter, die Geldeintreiben auf "russische Art" versprechen: Meist werden massiver Druck und kriminelle Handlungen in Aussicht gestellt, um Außenstände einzutreiben. Jetzt warnt der Bundesverband Inkasso (BDIU). "Mit seriösem Forderungsmanagement hat dies nichts zu tun. Und Gläubiger, die darauf eingehen, können sich ebenfalls strafbar machen", so Stephan Jender, Präsident des Wirtschaftsverbandes mit Sitz in Hamburg. "Ihr Schuldner muss Besuch bekommen! Besuch von russischen Spezialisten!" So bot etwa die Briefkastenfirma Robin Hood Consultings mit Sitz in Amsterdam ihre Dienste bei aussichtslosen Fällen an. Vorbeischauen wollte man jedoch erst, wenn "höfliche Briefe" oder später auch "unschöne Fotos" nichts gefruchtet hätten. Was säumige Zahler dann erwartet, deutete eine Firma namens "Moskau Inkasso" in holperigem Deutsch nur an: "Wir sagen Ihne glaich, dass wir nicht kommen zu trinken Kaffee! Besser ist, sie zahlen und wir alle sind Freunde." "Russisch Inkasso" nennen Fachleute denn auch jene zwielichtige Form des Geldeintreibens. Deren Methoden lesen sich wie aus dem Katalog der organisierten Kriminalität. Selbst bei Inseraten wird der Schein oft nur notdürftig gewahrt: "Pfändungen vor Ort ohne lästigen Schriftverkehr und Zeitverlust", "Extrem-Inkasso" oder "Wenn Ihr Schuldner Geld hat, dann zahlt er jetzt!"
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