Spiegelreflex-Cams: Zeit zum Umsteigen?(28.02.2008)Jetzt, wo die Canon Eos 450D in den Startlöchern steckt, überlegen sicher wieder viele Fotografen, auf diese Kameraklasse umzusteigen. Und auch auf der CeBIT werden 2008 wieder spannende Kameras präsentiert werden. Doch mit dem reinen Body ist es bei Spiegelreflexkameras nicht getan. Passende Objektive müssen hinzugekauft werden. Und wenn Sie bereits eine analoge Spiegelreflexkamera haben? Können Sie dann die Objektive weiterverwenden Diese und viele weitere Fragen rund um digitale SLRs werden wir Ihnen in diesem Artikel beantworten.Übersicht:
von Markus Siek Wer heutzutage fotografiert, tut dies zumeist mit einer Digitalkamera. Wer bislang noch nicht umgestiegen ist, ist entweder nostalgisch oder fotografiert mit einer analogen Spiegelreflexkamera. Die produzieren schließlich solch gute Ergebnisse, dass ein Umstieg auf die digitale Technik gar nicht lohnt. Oder doch? Der große Vorteil der digitalen Kameras ist natürlich die Möglichkeit der sofortigen Bildkontrolle auf dem Monitor. Aktuelle Kameras wie die Canon Eos 450D bieten zudem eine Live-View-Funktion. Anwender können also den Monitor schon bei der Aufnahme nutzen - ein Privileg, das lange Zeit Besitzern von digitalen Kompaktkameras vorbehalten war.
Weiterer Vorteil: Man muss keinen Film mehr mitnehmen, sondern nur eine Speicherkarte. Auf diese passen je nach Größe und Format tausende Fotos. Da digitale Spiegelreflexkameras in der Regel einen Chip besitzen, der kleiner ist als ein Kleinbildnegativ, verlängert sich die Brennweite des Objektivs meist um das 1,5-fache (bei Canon sogar um das 1,6-fache). Aus 30 mm beim Kleinbild werden somit 45-48 mm. Die Hersteller der Digitalkameras benutzen unterschiedliche Chiparten mit variierenden Eigenschaften. Am häufigsten findet man CMOS- und CCD-Chips. Wer auf digitale Spiegelreflexkameras umsteigen will, muss allerdings auch Nachteile in Kauf nehmen. Vor allem, wenn man oft den Monitor einschaltet, um die Fotos zu kontrollieren, kann der hohe Stromverbrauch sehr lästig sein. Einen Ersatzakku sollte man also immer dabei haben.
Doch ist die Qualität der digitalen SLRs mit der der analogen Kameras ebenbürtig? Definitiv! Auch im professionellen Bereich wird inzwischen fast ausschließlich digital fotografiert. Ähnlich wie im analogen Sektor gibt es bei den Preisen kaum eine Grenze nach oben. Einsteigerkameras wie die Canon Eos 400 oder die Nikon D 40 gibt es inzwischen aber schon für unter 500 Euro. Die Kameras sind inzwischen technisch sehr ausgereift. Die digitalen Fotos sind meist unbearbeitet schon sehr gut. Der Unterschied zu teuren SLRs liegt im Wesentlichen im "Workflow". Das heißt, dass die hochpreisigen Kameras über robustere Gehäuse verfügen, höhere Datenraten bieten und beim Speichern und bei der Bildfrequenz wesentlich schneller sind. Außerdem bieten teurere Kameras Zusatzfunktionen wie zum Beispiel die drahtlose Übertragung der gerade geschossenen Bilddaten. Schlechtere Bilder machen die günstigeren Kameras aber definitiv nicht.
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Wenn Sie bereits eine analoge Spiegelreflexkamera besitzen, können Sie übrigens bares Geld sparen. Anders als bei Canon, wo mit Einführung des Autofokus ein neues nicht kompatibles Bajonett zur Befestigung des Objektivs eingeführt wurde, nutzt Nikon seit Urzeiten immer noch das gleiche Bajonett. Auch ältere Autofokus-Objektive von Nikon lassen sich ohne Einschränkung bei digitalen Nikons verwenden, bei den manuellen Objektiven gibt es je nach Modell Einschränkungen bei der Blenden-, Belichtungs- oder Blitzautomatik. Im Einzelfall sollten Sie deshalb besser vorher Informationen beim Hersteller einholen. Dann erlebt man garantiert keine Überraschungen. Grundsätzlich sollten Sie, wenn Sie schon eine analoge SLR mit mehreren Objektiven und verschiedenes Zubehör wie ein Blitzgerät besitzen, bei Ihrer Marke bleiben. Sofern Sie denn bislang zufrieden waren. Hier müssen Sie schließlich nur das Kameragehäuse tauschen und können Ihr bisheriges Zubehör meist weiter verwenden. Ein kompletter System-Wechsel mit Neukauf des kompletten Zubehörs wäre natürlich deutlich teurer.
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