Finale Version des SP3 für Windows XP erschienen(28.04.2008)Windows Vista, das aus Sicht des Herstellers beste Microsoft Betriebssystem aller Zeiten, steht nun seit mehr als einem Jahr in den Verkaufsregalen. Doch die Vorherschaft des Vorgängers Windows XP bleibt ungebrochen. Jetzt hat man in Redmond noch einmal Öl in das Rivalitäten-Feuer beider Systeme geschüttet und so dem stärksten Vista-Konkurrenten durch das Service Pack 3 zu weiterem Aufwind verholfen.
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von Ralf Horn Nach mehr als einem Jahr Windows Vista und den zahlreichen Verbesserungen durch das erste Service Pack für das aktuelle Microsoft Betriebssystem kann oder will sich ein Großteil der Anwender nicht von Windows XP trennen. Nach Gründen für das Festhalten an dem bewährten Vista-Vorgänger braucht man nicht lange suchen. Nach zahlreichen Sichertheitsupdates, diversen Überarbeitungen und Verbesserungen sowie bislang zwei Service Packs, erfreut sich XP größter Beliebtheit. Auch wenn man in Redmond gerne von Windows Vista als dem besten Microsoft Betriebssystem aller Zeiten spricht, gilt bei der Kundschaft der "Rivale" XP als das besser Windows. Darüber hinaus muss ein XP-Rechenknecht nicht über die Leistungsreserven verfügen, die von einem Vista-PC gefordert werden. Firmen und Fachanwender stehen Vista – auch nach Erscheinen des SP1 – noch immer relativ skeptisch gegenüber. Offenbar hat man im Hause Microsoft eingesehen, dass die Migration zu Vista mehr Probleme aufwirft, als zunächst vermutet wurde. Möglicherweise ist die einer der Gründe für die Ausdehnung des XP-Supportes bis in das Jahr 2014.
XP Service Packs Im Gegensatz dazu lieferte Microsoft mit dem im August 2004 freigegebenen Service Pack 2 erstmals eine ganze Reihe neuer Funktionen und Applikationen für das Betriebssystem. Mit dem jetzt veröffentlichten dritten Service Pack (SP3) kehrt der Konzern wieder zu der gängigen Praxis des Bündelns von Patches zurück. Das auf den ersten Blick unspektakuläre SP3 sollte allerdings nicht unterschätzt werden. Dieses wahrscheinlich letzte große Updatepaket für Windows XP hat es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Nahezu 1.200 Updates und Patches werden nach dem knapp 313 MB großen Download (Link) in das XP-System integriert. Auf den ersten Blick bleibt nach der Installation des Paketes alles beim Alten. Optische Korrekturen findet der Anwender nicht. Dennoch hat Microsoft manche Änderung unter der Haube des Betriebssystems vorgenommen, die über das einfache Implementieren von Updates hinaus gehen.
XP 30 Tage Testen Nach der erfolgreichen XP-Installation sehen Sie nach dem Start des Betriebssystems ein Popup-Fenster, in dem Sie zur Eingabe des Produktschlüssels aufgefordert werden. Den Aktivierungshinweis können Sie innerhalb der 30-tägigen Galgenfrist mit der Schaltfläche "Später erinnern" übergehen. Allerdings erinnert Sie Windows im Abstand von einigen Stunden an die ausstehende Freischaltung. Nach Ablauf der Testphase müssen Sie Windows XP via Internet oder telefonisch endgültig aktivieren.
Innovationen hauptsächlich unter der Haube Gerade im Bereich Netzwerk, Verwaltung und Sicherheit hat Microsoft noch einmal kräftig nachgebessert. Das schon seit längerem als separater Hotfix erhältliche Paket der WPA2-Verschlüsselung für Funknetzwerke ist jetzt fester Bestandteil von XP. Mit dem Windows-Installer 3.1 gehören die Probleme der älteren Version endlich der Vergangenheit an.
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Die weiteren Verbesserungen dürften insbesondere Fachanwender von Interesse sein: Zahlreiche Verwaltungsinstrumentarien für größere Netzwerke wurden noch einmal überarbeitet. Die Hilfe- und Erläuterungstexte der lokalen Sicherheitseinstellungen wurden um ausführliche Anleitungen erweitert, das sorgt für richtige Handhabung der einzelnen Optionen. MSXML 6.0 - Microsoft XML 6.0 verbessert die Zuverlässigkeit, Sicherheit und erhöht die Konformität mit den XML 1.0 und XML Schema 1.0 Empfehlungen des W3C. Darüber hinaus gibt es eine neue Verschlüsselungsmethode für den Kernel, ausführlichere Informationstexte im Sicherheitscenter sowie neue Versionen von Hintergrundübertragungsdienst, Installer und Management Console.
Fazit Zwar hat Microsoft den XP-Motor noch einmal mit kräftigen "Tunig-Maßnahmen" aufgewertet, doch sind die Innovationen lediglich im Facheinsatz wirklich zu gebrauchen. Der Heimanwender wird enttäuscht feststellen, dass so wichtige Applikationen wie der Internet Explorer 7 und der aktuelle Media Player 11 fehlen. Diese müssen vom Nutzer nachträglich geladen und installiert werden. Offensichtlich möchte der Redmonder Konzern das "Urgestein" XP zwar noch einmal sicherer machen, aber die Konkurrenz zu Vista nicht durch moderne Beigaben forcieren. Sofern Sie noch an XP festhalten und nicht zu Vista wechseln wollen, sollten Sie keinesfalls versäumen das SP3 schnellsten zu installieren. Anwender die das SP3 in eine bootfähige XP-CD integrieren wollen, sollten der Anleitung unseres Artikels" XP und SPx auf einer CD" (Link) folgen.
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