20 Jahre Windows(24.11.2005)In Seattles beschaulichem Vorort Redmond im US-Bundesstaat Washington knallen in diesem Jahr die Sektkorken. Anlass zum Feiern hat der dort ansässige Marktführer für Betriebssysteme auf PC-Basis: Vor 30 Jahren, im November 1975 gründeten die beiden Programmierer Bill Gates und Paul Allen die Firma Microcomputer-Software, die unter dem Namen Microsoft weltbekannt werden sollte. 10 Jahre später feierte MS Windows erste Erfolge. Ein Rückblick.Top-Downloads
Übersicht:
von Ralf Horn Den 20. November 1985 kann man getrost als den Tag bezeichnen, an dem die PC-Welt revolutioniert wurde. Das amerikanische Softwareunternehmen Microsoft stellte an diesem Tag eine grafische Benutzeroberfläche vor, die auf das textbasierte DOS aufsetzt. Erstmals sollen auch Anwender ohne umfangreiche EDV-Kenntnisse in der Lage sein, problemlos einen PC zu bedienen. Die ersten Personal Computer (etwa ab 1981) konnten bis dato nur umständlich mit der Eingabe von Textbefehlen bedient werden. Windows 1.0 war geboren – der Siegeszug des Graphical User Interface (GUI) begann. Mit Windows reagierte Microsoft-Gründer Bill Gates auf das beste Pferd im Stall seines Konkurrenten Apple: den Macintosh. Bereits ein Jahr zuvor hatte Steve Jobs einen Rechner auf den Markt gebracht, der über eine grafische Oberfläche zu bedienen war. Allerdings war der "Mac" vergleichsweise teuer, bot zudem keinerlei Kompatibilität zu den bereits damals weit verbreiteten DOS-Rechnern bzw. deren Software und die Oberfläche "Lisa" arbeitete eher gemächlich. Sowohl Windows 1.0x als auch Windows 2.0x sind eher als experimentelle Versuche zu werten, den Mac nachzuahmen und waren nicht besonders erfolgreich. Dennoch fand das System auch in Deutschland Abnehmer. Der – für damalige Verhältnisse – günstige Preis von knapp 400,- DM war allerdings eine Mogelpackung. Für den Betrieb war zusätzlich eine Maus samt Controllerkarte für stolze 800,- DM unerlässlich, von den Kosten für einen PC ganz zu schweigen. Für die ersten Windows-Versionen gab es nur wenige Programme. In vielen Fällen war der Anwender gezwungen, auf die DOS-Ebene zurückzukehren. Allerdings brachte Windows schon das Textverarbeitungsprogramm "Windows Write" und das Grafiktool "Windows Paint" mit, die beide bis heute zum Lieferumfang von Windows gehören. Mit Windows 2.0 wurde die Unterstützung für den Grafikstandard VGA eingeführt. Zudem war es nun möglich, Fenster überlappend darzustellen, das Bildschirm-Layout anzupassen und die Tastatur für das Navigieren durch die Windows-Funktionen zu verwenden. In der Microsoft Entwicklungsabteilung arbeitete man zwischenzeitlich mit Hochdruck daran, das kommende Windows in puncto Geschwindigkeit und die Zuverlässigkeit zu verbessern.
|