Virtual PC: Alle Betriebssysteme auf einem Rechner(23.02.2007)Für Anwender, die Software aus obskuren Quellen installieren oder gefahrlos im Internet surfen, möchten, ist der Zweit- oder Dritt-PC fast schon ein Muss. Warum aber in weitere Rechner investieren, wenn man beliebig viele Computer umsonst haben kann?
Übersicht:
von Ralf Horn Im professionellen Bereich gehört der Einsatz von so genannten virtuellen Maschinen seit Langem zum Arbeitsalltag. Mit Hilfe von Virtualisierungs-Software simulieren Sie in einem vorhandenen System einen oder mehrere weitere Computer. Der Clou: Die Emulation verhält sich wie ein eigenständiger PC mit eigenem BIOS, Prozessor, Sound- und Grafikkarte sowie diversen Schnittstellen für USB, Drucker und Modem. Externe Datenträger, wie beispielsweise Disketten oder CD/DVD, können wie gewohnt eingesetzt werden, die Festplatten werden als Image-Datei dargestellt und in einem beliebigen Verzeichnis des vorhandenen Betriebssystems gespeichert. Das installierte Gastsystem läuft in einem eigenen Programmfenster und verhält sich nicht anders, als würden Sie es auf einem zweiten PC betreiben.
Da die virtuelle Maschine lediglich einen Computer emuliert, muss sowohl die CPU-Leistung, als auch der benötigte Arbeitsspeicher dem vorhandenen System entnommen werden. Auf Rechnern mit geringer RAM-Ausstattung oder einem altersschwachen Prozessor hört dann schnell der virtuelle Spaß auf. Vor wenigen Tagen wurde die seit Langem erwartete Final-Version der Microsoft Virtualisierungs-Software "Virtual PC 2007" von Microsoft freigegeben. Die neue Hardware-Virtualisierung auf Basis von AMD-V (Pacifica) bzw. Intel VT (Vanderpool) sorgen für eine höhere Leistung und Stabilität. Virtual PC 2007 unterstützt jetzt Windows Vista als Wirtssystem sowie auch als Gast in einer virtuellen Maschine. Allerdings muss in einer VM auf die Vista-Oberfläche Aero Glass verzichtet werden. Die Ursache dafür ist die emulierte S3 Trio Grafikkarte ohne 3D-Funktionen.
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Darüber hinaus sind als Gastsystem offiziell Microsoft Windows 98, 98SE, ME sowie Windows 2000 und XP Home bzw. Professional zugelassen. Selbst ein "Exot" wie OS/2 Warp bleibt nicht außen vor und kann mühelos in einer VM installiert werden. Zwar findet man auf der Microsoft-Virtual PC-Internetseite keinerlei Hinweis auf weitere Betriebssystem, doch konnten wir in unseren ersten Testläufen verifizieren, dass nahezu jedes x86-Betriebssystem unter Virtual PC 2007 laufen kann. So war es ohne weiteres möglich die beliebten Linux Distributionen Ubuntu 6.10 und openSuse 10.2 in einer VM zu installieren. Virtual PC 2007 benötigt nach Microsoft-Angaben mindestens einen Pentium oder kompatiblen Prozessor mit 400 MHz Leistung (1.0 GHz oder höher empfohlen) sowie 20 MB freien Festplattenspeicher. Bitte beachten Sie, dass Virtual PC je nach Host- und Gast-System unterschiedliche Anforderungen an Ihre Hardware stellt. Die Einzelheiten der minimalen Anforderungen an RAM-Speicher, CPU und benötigtem Festplattenplatz können Sie der offiziellen Homepage entnehmen. Virtual PC 2007 (ca. 30 MB)
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