Verschärfte Kontrolle von Windows-Lizenzen(02.05.2006)Mit einem neuen Schachzug läutet der Sofware-Riese Microsoft die nächste Runde im Kampf gegen illegale Software ein: Nach der Überarbeitung der Windows Echtheitsprüfung, sollen Anwender von nicht lizenzierter Software des Konzerns künftig durch Desktop-Einblendungen und Pop-Up-Fenster zum Kauf des Originals bekehrt werden.von Ralf Horn Nach einer durch die Business Software Alliance (BSA) in Auftrag gegebenen Studie der "International Data Corporation" (IDC) waren 29 Prozent der im Jahr 2005 in Deutschland eingesetzten Softwareprodukte Raubkopien. Allein über den Handel werden, so eine Microsoft-Schätzung, jährlich mehr als eine Million PCs mit illegalen Windows-Lizenzen abgesetzt. In einer ersten Pressemeldung sowie in einem vorübergehend nicht mehr zur Verfügung stehenden Knowledge Base Artikel (KB905474) beschreibt der Redmonder Konzern die neuen Taktiken, mit denen man versuchen will der Streuung von Raubkopien entgegen zu wirken.
Seit etwa einem Jahr müssen Windows-Anwender vor dem Download von Updates oder speziellen Softwareangeboten einen Validierungs-Prozess zur Echtheitsüberprüfung ihrer Windows-Kopie durchlaufen. Um die so genannte Windows Genuine Advantage-Prüfung (WGA) durchführen zu können, muss der Benutzer zunächst der Installation eines Add-Ons für den Internet Explorer zustimmen. Nach dem das ActiveX-Control anfangs nur mit dem hauseigenen Microsoft-Browser arbeitete, steht zwischenzeitlich für nahezu alle alternativen Browser ein passendes Plug-In zur Verfügung. Ist das Zusatzmodul einmal installiert, verläuft die Überprüfung der Windows-Lizenz verhältnismäßig unspektakulär. Im Normalfall erkennt das Tool eine aktivierte Windows-Version und sammelt neben Serien- und Versionsnummer auch Angaben zum PC-Hersteller sowie die BIOS-Daten und vergleicht diese Daten dann über das Internet mit einer Microsoft-Zentraldatenbank. Da man in Redmond offenbar der Ansicht ist, die bisherige Prüfroutine sei nicht weitreichend genug, kommen nach einer Überarbeitung des Programms nun eine Reihe von Modifikationen auf alle Windows-Anwender zu.
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Hinweis auf fehlende Lizenzierung
Durch nervende PopUp-Fenster und eingeblendete Sprechblasen soll künftig deutlich gemacht werden, dass eine illegale Windows-Version verwendet wird. Neben bereits im Login-Screen angezeigten Hinweisen gehören Desktop-Einblendungen zu den geplanten Maßnahmen. So soll der Benutzer mit Texten wie beispielsweise: unter Druck gesetzt und zum Erwerb einer legalen Lizenz ermunter werden.
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