Windows Vista SP1 ist fertig(05.02.2008)Nach vielen Spekulationen und Gerüchten um den Freigabetermin der finalen Version hat Microsoft jetzt das erste Service Pack (SP1) für Windows Vista fertiggestellt. Doch noch ist das Service Pack für die Endanwender nicht erhältlich...
von Ralf Horn Microsoft hat die Fertigstellung des Windows Vista Service Pack 1 (Build 6001.18000.080118-1840) bekannt gegeben. Glaubt man den Versprechungen des Herstellers, soll das aktuelle Betriebssystem mit dem SP1 künftig schneller und stabiler laufen. Wie verlautbarte, wurde die Entwicklung an dem ersten großen Aktualisierungspaket für das aktuelle Redmonder Betriebssystem erfolgreich beendet. Dem Release to Manufacturing (RTM) soll ab etwa Mitte März die Bereitstellung für Kunden über die Microsoft Download-Seite sowie über den Update-Service folgen. Weiter heißt es in einem Beitrag des Windows Vista Team Blog, dass man zunächst noch einige Fehler beheben wolle, die in der Hauptsache auf Treiberinkompatibilitäten zurück zu führen seinen. Bis zur endgültigen Auslieferung an alle Anwender sollen diese Probleme jedoch der Vergangenheit angehören. In einem englischsprachigen Dokument hat das Redmonder Unternehmen die interessierten Anwender bereits im vergangenen Dezember über die Änderungen, die das SP1 in Windows Vista bringt informiert. Gravierende Innovationen, wie sie beispielsweise mit dem SP2 für Windows XP vorgenommen wurden, sollte der Anwender von dem SP1 für Vista jedoch nicht erwarten. In erster Linie enthält das Paket alle bisherigen Updates und Patches. Da Microsoft seit dem Erscheinen des neuen Betriebssystems bestrebt ist, Vista möglichst sicher und kompatibel zu halten, wurden bereits in der Vergangenheit zahlreiche Verbesserungen und Detailkorrekturen als Hotfix oder über die Updatefunktion zur Verfügung gestellt. Anwender, die ihr System durch die regelmäßigen Updates auf dem Laufenden halten, sind also bereits mit zahlreichen Teilen des SP1 "versorgt" Einer echten Änderung wurde beispielsweise das Protokoll der Desktop-Suche unterzogen. Künftig ist es auch Drittanbietern erlaubt, die Microsoft-Routine durch eigene Tools zu ersetzen. Der Internet Explorer in Windows Vista wurde überarbeitet und enthält die die sogenannte Eolas-Hürde (Lexikon) nicht mehr. Bislang müssen die Anwender das Laden einiger ActiveX-Controls explizit bestätigen. Nach einem jahrelangen Patentstreit mit Eolas hat man sich im vergangenen August darauf geeinigt, dass Microsoft diverse Eolas-Techniken lizenziert und somit die nervige Abfrage beim Laden von ActiveX-Controls aus dem Internet Explorer entfernen darf . Schlechten Zeiten sehen Raubkopierer entgegen: mit der Installation der finalen Version des Visa SP1 werden die beiden Vista-Hacks OEM BIOS und Grace Timer endgültig unbrauchbar gemacht. Die Einführung des SP1 soll nach Microsoft-Angabe in mehreren Schritten erfolgen, da es während der Testphase zu Schwierigkeiten mit Treibern von Drittanbietern gekommen sein soll. Wie es heißt, sollen manche Treiber durch eine fehlerhafte Installation Fehler verursachen. Bis zur Freigabe des Service Pack 1 im März, will man in Zusammenarbeit mit den betroffenen Hardware-Herstellern die Probleme beseitigt haben. Etwa vier Wochen nach dem der Download des SP1 für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen wird, soll dann im April auch die Auslieferung des Pakets über die automatische Update-Funktion von Windows Vista erfolgen.
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