Drei ... Zwei ... VISTA(29.01.2007)Nach mehr als sechsjähriger Arbeit und Entwicklungskosten von über sechs Milliarden US-Dollar ist es endlich soweit: Der weltweit größte Softwarehersteller "Microsoft" bringt nach etlichen Verzögerungen sein neues Prestigeprojekt das Betriebssystem "Windows Vista" in die Verkaufsregale.Übersicht:
von Ralf Horn Teils erfreut, teil skeptisch sehen Windows-Anwender den Startschuss für das neue Betriebssystems aus Redmond. In vielen ereignisreichen Jahren und mit gewaltigem Kostenaufwand hat Microsoft das Windows der kommenden Jahre entwickelt. Die Geschichte von Windows Vista begann schon vor der Veröffentlichung von Windows XP. Ursprünglich als eine Art Zwischenstufe auf dem Weg von XP zu den bereits angedachten Vista-Nachfolgern Windows "Fiji" und "Vienna" (Blackcomb), sollte das System unter dem Codenamen "Longhorn" (NT 6.0) bereits gegen Ende 2003 den Kunden zur Verfügung stehen. Allerdings konnte man zu diesem Zeitpunkt in der Redmonder Entwicklungsabteilung noch nicht absehen, wie steinig und langwierig der Weg für den XP-Nachfolger werden sollte. So musste im Verlauf der Zeit die Arbeit an Longhorn wegen der steigenden Zahl aufgedeckter Sicherheitsmängel in Windows XP, und der daraus resultierenden Aufgabe Service Packs für XP zu schaffen, nahezu eingestellt werden. Zudem gab es unerwartete Schwierigkeiten das Longhorn-Gerüst auf der Basis von XP aufzubauen. Kurzerhand wurde entschieden, den NT6-Code teilweise auf der Grundlage von Windows Server 2003 neu zu errichten. Außerdem mussten Pläne für manch innovatives Feature verworfen werden. So erwies sich das Projekt der Dateisystemerweiterung "Windows Future Storage" (WinFS) als ein zu anspruchsvolles Vorhaben und wurde kurzerhand aus der Vista-Entwicklung ausgekoppelt. Im Juli 2005 war es dann soweit: Die Entwicklerversion wurde unter dem Slogan "Good bye Windows Longhorn, welcome Windows Vista" offiziell auf den endgültigen Namen getauft.
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Laut Microsoft soll die Bezeichnung – Vista steht für Durchblick oder auch Perspektive – dem Anwender mehr Klarheit assoziieren. Gemeint ist damit sicherlich nicht nur die einfachere Handhabung des Betriebssystems, vielmehr denkt man in Redmond dabei auch an die verbesserten Sicherheitsfunktionen und die Verknüpfungen zu zahlreichen Online-Angeboten. Nur wenige Tage nach der Namensgebung wurde die erste Beta-Version des neuen Betriebssystems an die Tester verteilt. Nach mehreren Zwischenschritten erschien im Mai 2006 die Beta 2 und drei Monate später der erste Release Candidate. Mit dem Release Candidate 2 kam im Oktober eine Vista-Version, die erstmals all das an Stabilität und Performance zeigte, was die Anwender von dem neuen System erhofften. In dem vermutlich größten Betatest aller Zeiten der Vista-Versionen RC1 und RC2, an dem nicht nur eingetragene Tester, sondern jeder interessierte Anwender teilnehmen durfte, konnten sich alle potentiellen Kunden ein Bild von der kommenden Windows-Generation machen. Kurz darauf, in der ersten Novemberwoche 2006, wurde die Entwicklung von Windows Vista dann als beendet erklärt.
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