Vista Firewall besser als ihr Ruf(17.04.2007)Für viele Vista-Anwender sind die in das Betriebssystem integrierten Sicherheitsfeatures ein Buch mit sieben Siegeln. Häufig ist den Benutzern nicht einmal bekannt, dass die dürftige Firewall des Vorgängers Windows XP SP2 durch ein Werkzeug ersetzt wurde, mit dem sich gewissermaßen punktgenau die Kontrolle des Datenverkehrs steuern lässt. Wir haben uns das Sicherheitsfeature genauer angesehen.Top-Downloads
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von Ralf Horn Mit der Freigabe des Service Pack 2 für Windows XP setzte Microsoft im Jahr 2004 erstmals eine neue Firmenphilosophie für mehr Sicherheit um. Firmenmitbegründer Bill Gates hatte zwei Jahre zuvor das Motto vom "Trustworthy Computing" ausgegeben, eine Initiative, die einen "vertrauensvolleren Umgang mit dem Rechner" ermöglicht. Mit den neuen Sicherheitstechnologien wurde auch die bereits seit der Urfassung in Windows XP enthaltene Desktop Firewall einer vollständigen Überarbeitung unterzogen.
Trotz verbesserter Handhabung, erreicht das XP-Werkzeug bis heute nicht den Komfort und Funktionsumfang der Produkte von Fremdanbietern. Weniger bekannt scheint die Tatsache zu sein, dass mit der Einführung von Windows Vista an der altbackene XP-Firewall neuerlich einer umfangreichen Verjüngungskur vorgenommen wurde.
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Leider hat es Microsoft im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit versäumt, wichtige Sicherheitsfeatures ins rechte Rampenlicht zu setzen. So ist in manchen Artikeln zwar von neuen Security-Funktionen die Rede, ab und an wird auch auf eine überarbeitet Firewall hingewiesen, doch sind Dokumentationen der Funktionsweise des wichtigen Tools nur dünn gesät.
Aufgepeppte Brandmauer für Vista Auf den ersten Blick scheint Microsofts neue Firewall nicht mehr bieten zu können, als der dürftige Vorgänger von Windows XP. Doch weit gefehlt, die Redmonder haben Windows Vista ein Tool spendiert, das es erlaubt, ein- und ausgehende Netzwerkverbindungen zu kontrollieren. Zudem lässt sich die Firewall jetzt auch über die Gruppenrichtlinen steuern. Leider hat Microsoft das Konfigurationsprogramm der Vista Firewall sehr gut versteckt. Sie erreichen das Snap-In, eine Art Plug-In, für die Microsoft Management Console (MMC) "Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit" entweder über das Symbol "Verwaltung" der Systemsteuerung oder über die Anweisung "wf.msc" der "Ausführen"-Befehlszeile bzw. des Fensters der Eingabeaufforderung. Dank der drei von Microsoft vorgegebenen Profile ist es für den Anwender recht einfach, Regeln bestimmten Bereichen zuzuordnen. Domänenprofil: Regeln für Benutzerkonten, die auf einer Domäne gespeichert sind. Privates Profil: Regeln für Netzwerk-Rechner, dessen Benutzerkonten nicht auf einer Domäne gespeichert sind, sondern lokal wie in einem Heimnetzwerk. Öffentliches Profil: Regeln für Rechner eins öffentlichen Netzwerkes, in dem Benutzerkonten auf einer Domäne gespeichert sind wie beispielsweise in einem Internet-Kaffee.
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