Das könnte der Vista-Nachfolger bieten

 (25.01.2008)

Nur wenige Tage nachdem das neue Microsoft Betriebssystem in den Verkaufsregalen des Einzelhandels angekommen war, musste der erstaunte Kunde im Februar 2007 zur Kenntnis nehmen, dass bereits Spekulationen über das Nachfolge-Windows die Runde machten. Jetzt ist der Meilenstein 1 von Windows7 an ausgewählte Microsoft-Partner verteilt worden. Erste "Erfahrungsberichte" kursieren durch das Internet. Eine Zusammenfassung der ersten Spekulationen über Windows7.



Windows Seven
Umfrage

von Ralf Horn

Bereits vor der Veröffentlichung von Windows Vista kursierten die ersten Informationen zum Nachfolger durch die Medienlandschaft. Microsoft Kunden reagierten verunsichert und verärgert auf die Gerüchte der künftigen Windows-Generation.

Der zwischenzeitlich unter der Bezeichnung "Windows 7" bekannte Vista-Nachfolger soll bereits als erster Meilenstein (M1) an einen elitären Kreis von Microsoft-Partnern verteilt worden sein.

Nur kurze Zeit nachdem diese Information in das weltweite Datennetz gelangt war, tauchte auch ein erster Testbericht auf einer amerikanischen News-Webseite auf.

Schenkt man den spärlichen Hinweisen des Reports Glauben, so handelt es sich um ein sehr schnelles und sparsames Betriebssystem, dessen Arbeitsoberfläche der von Windows Vista stark ähnelt.

Neuer Windows-Kern
Schon im Oktober des vergangenen Jahres wurde unter der Bezeichnung "MinWin" an der University of Illinois einige Komponenten präsentiert, die den überalterten Windows-Kernel ersetzen sollen.

In einem Vortrag präsentierte Eric Traut – Distinguished Engineer bei Microsoft – die neuen Kernkomponenten des künftigen Betriebssystems als Versuch, den Windows-Kern auf das Wesentliche zu reduzieren.

Es ist vorgesehen, dass in dem neue Kernel lediglich die grundlegendsten Funktionen des Betriebssystems enthalten sein werden. Damit wird eine stabile Basis für alle anderen Anwendungen geschaffen.

Die zum Kernel gehörigen Dateien werden nur 25 Megabyte auf der Festplatte belegen, bei laufendem Kernel werden 40 Megabyte des Arbeitsspeichers verwendet.

Doch der neue Betriebssystemkern wird nicht exklusiv im kommenden Windows 7 zum Einsatz kommen, vielmehr sollen die Server-Systeme sowie Tablet PC?s und weitere mobile Geräten von der neuen Technik profitieren.

Dank seiner geringen Größe und den geringen Speicheranforderungen bietet sich die neue Technik als perfekte Lösung für den stromsparenden Hardware-Betrieb an.

Die vollständige Präsentation steht in einem einstündigen Video zum Download (Link) bereit.

Auf dem Weg in die Zukunft
Die Benutzeroberfläche der noch frühen Version 6.1.6519 des künftigen OS erinnert derzeit noch stark an die von Windows Vista. Allerdings fehlen in dem frühen Entwicklungsstadium bislang die Treiber für optische Effekte, wie sie der Anwender von Vista Aero kennt.

In unserer Bildershow der ersten im Internet verfügbaren Screenshots des Milestone 1 zeigen wir Ihnen die ersten Eindrücke von Windows7. Allerdings sei an dieser Stelle explizit darauf hingewiesen, dass die Authentizität der Grafiken nicht bewiesen ist, es sich also auch um sogenannte Fakes handeln könnte.

Dem Bericht des Diskussionsforums Neowin (Link) zufolge, existieren in der Testversion des neuen Betriebssystem bisher nur wenig sichtbare Innovationen.

Neben der Unterstützung für XAML-Schriftarten habe man als einzige neue Applikation lediglich ein Tool zur Anzeige von XPS-Dateien – Microsofts Alternative zu Adobes PDF-Dokumentenformat – entdecken können.

Spekulationen gibt es auch darüber, das neue Windows künftig erheblich schneller zu machen. Darüber hinaus scheint Microsoft aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben und plant die aus Vista bekannten Probleme endgültig beseitigen zu wollen.

Besonderes Augenmerk richten die Redmonder auf den Bereich Netzwerk, Internet und Sicherheit. Mit überarbeiteten Verbindungswerkzeugen und intelligenten Umschaltfunktionen einzelner Netzwerkeinstellungen soll der Nutzer jederzeit mit höchstmöglichen Schutzfunktionen Zugriff ins Netzwerk haben. Zudem wird es einen schnelleren Abruf von Stream-Inhalten aus dem Internet geben.

Alte Zöpfe abschneiden
Neben einer angeblich recht kurzen Installationszeit von weniger als 15 Minuten soll manches bereits seit Windows 9x nicht mehr überarbeitetes Werkzeug endlich verbessert werden.

So werden Tools wie beispielsweise Wordpad oder der Taschenrechner künftig über die neue Präsentations-Programmierschnittstelle (API) für Microsoft Windows "WPF" (Windows Presentation Foundation) dargestellt.

Der erste Meilenstein von "7" zeigt bislang nur wenige Innovationen. Ob Microsoft lediglich die schon für Vista gemachten Zusicherungen endlich einlöst und die bereits vor Jahren angekündigten "nachliefert", wird sich erst im Laufe der weiteren Entwicklung des neuen OS zeigen.

Kommentare:
Linux-Ich bin doch nicht blöd (0 Antworten) TUNAHAN,
15.10.2008 01:11
Hallo an alle die auf Linux schwören. Wacht endlich auf und hört auf zuträumen. Ich habe alle Linux Versionen versucht zu Instalieren.Auch Ubuntu oder Linux Suse11. Alle habe bei meinem Noteboock...
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Beeilung! (11 Antworten) thomas.ste,
30.05.2008 05:29
Gib Microsoft keine chance mehr! Probiert mal Ubuntu 8.04 es lauft gut schnell, und dass Grafikkarten schwer zu installieren sind gehört dank envyNG auch der vergangenheit an. Natürlich laufen noch...
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XP frei Schnautze (0 Antworten) lunasniko,
20.04.2008 16:58
dear mr. gates. do you remember your lost "open version" xp 6+ for your own presentation? wenn man das seltene glück hat, eine kopie der seltenen, offenen version zu haben, kann man da auch ne menge...
Zitatantwort »   antworten »

Aber wieso Windows 7? (6 Antworten) power.info,
19.04.2008 03:00
Windows bis 3.x ist 16 Bit Windows 9x ist teil 32 Bit fängt bei Win95 an und Endet bei Win ME Windows NT ist 32 Bit und fängt bei Win3.1 bis derzeit Win XP/Vista
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