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Feintuning für Vista

Viele Vista-Anwender empfinden die zahlreichen Zusatztools und automatisch startenden Programme des Betriebssystems als Belastung. Dennoch können Sie als Vista-Nutzer durch das Feintuning des einen oder anderen sinnvollen Features den Knebel lösen. Wir zeigen Ihnen einige Wege, die das Redmonder Betriebssystem schlanker machen.



von Ralf Horn

Mit Windows Vista sollte alles besser werden. Zahlreiche neue Tools und Programme unterstützen den Anwender bei seiner täglichen Arbeit. Allerdings erweisen sich viele der von Microsoft gut gedachten Highlights gerade auf leistungsschwächeren Rechner als lästiges Bonbon, das die Hardware ausbremst.

Darüber hinaus wird das eine oder andere Werkzeug grundsätzlich im Hintergrund gestartet und sorgt für schleichenden Ressourcenverbrauch. Beispielsweise die Indexierung der mit Vista eingeführten Desktopsuchemaschine ist nicht ohne weiteres abzuschalten. Glaubt man den Aussagen des Herstellers, so kann der Windows-Suchindex grundsätzlich nicht deaktiviert werden.

Durch die Indexierung soll eine effizientere Suche ermöglicht werden, indem Dateinamen und wichtige Dateieigenschaften für die viele auf dem Computer gespeicherten Dateien im Index registriert werden. Das Ziel ist es, die Zeitspanne von Suchvorgängen auf wenige Sekunden zu verkürzen.

Allerdings gibt es manchen guten Grund auf die prinzipiell zweckmäßigen Indexierungsvorgänge zu verzichten: So mancher Windows-Nutzer möchte die Redmonder Suchmaschine durch eine der zahlreichen Alternativangebote ersetzen, zum Beispiel durch Google Desktop (Artikel) oder durch "Copernic Desktop Search" (Download). Andere wollen ganz auf die Indexierung verzichten und glauben, Vista auf diesem Weg zum schnelleren Arbeiten bewegen zu können. Vielfach werden auch Klagen laut, die sich über die häufige Festplattenaktivität von Vista und den gesteigerten Ressoucenverbrauch beschweren. Gerade auf mobilen Rechnern sorgt das für mehr Abwärme mit der Konsequenz einer häufigeren Lüftertätigkeit.

Erst mit dem für das erste Quartal des kommenden Jahres geplanten Service Pack 1 für Windows Vista zeigt Microsoft ein Herz für den geplagten Kunden und wird die Abschaltmöglichkeit der internen Suchmaschine in das Betriebssystem integrieren.

Falls nicht so lange waren möchten und auf die interne Desktopsuche verzichten wollen, können Sie das Werkzeug mit wenigen Handgriffen deaktivieren. Bitte bedenken Sie aber, dass Sie Eingriffe in das System vornehmen, die nicht ganz ungefährlich sind und dass sie auf ein praktisches Tool des Betriebssystems verzichten.

Vista Desktopsuche abschalten
Für alle der im Folgenden beschriebenen Arbeiten sind administrative Benutzerrechte erforderlich. Die Vista-Benutzerkontensteuerung wird also häufig mit Bestätigungsaufforderungen reagieren.

Im ersten Schritt sollten Sie die schnelle Dateisuche der Festplatte abschalten. Dieses Feature sorgt dafür, dass bei der Suche nach Ordnern oder Dateien das Ergebnis in den Arbeitsspeicher geschaufelt wird. Das sorgt für erhöhte Auslastung des stets knappen Speichers und belastet das System. Öffnen Sie den Ordner Arbeitsplatz und klicken Si mit der rechten Maustaste auf den Laufwerksbuchstaben der Partition, auf der die Indexierung abgeschaltet werden soll. Wählen Sie nun aus dem Kontextmenü den Eintrag "Eigenschaften". In dem sich öffnenden Fenster entfernen Sie den Haken vor dem Eintrag "Laufwerk für schnelle Suche indizieren". Nach dem Klick auf "OK" werden die Dateiattribute des Festplatteninhaltes angepasst, mögliche Fehlermeldungen können Sie bedenkenlos übergehen.

Jetzt geht es daran, die Desktopsuche zu auszuschalten. Navigieren Sie zunächst in die Systemsteuerung und öffnen Sie im Bereich "System und Wartung" den Menüeintrag "Indizierungsoptionen". In dem darauf aufpoppenden Fenster sehen Sie die Programme und Orte, die im Index erfasst werden. Nach Auswahl der Schaltfläche "Ändern" können Sie durch das Entfernen der Haken vor den entsprechenden Einträgen einzelne Programme von der Indexierung ausnehmen. Möchten Sie ganze Laufwerke oder bestimmte Verzeichnisse nicht im Index erfassen, erreichen Sie das über den Button "Alle Orte anzeigen" und entfernen der Häkchen vor dem entsprechenden Eintrag.

Fall Sie explizit die Indizierung einzelner Dateitypen hinzufügen oder entfernen möchten, betätigen Sie im Hauptfenster der Indizierungsoptionen die Schaltfläche "Erweitert". Das Register "Dateitypen" des neuen Screens bietet Ihnen die Möglichkeit die Indizierungsoptionen für jeden Dateityp zu modifizieren.

Sonderfall Microsoft Outlook

Selbst wenn Sie über die Indizerungsoptionen Microsoft Outlook von der Erfassung durch den Index ausnehmen, wird nach dem nächsten Start des Programms die Option wieder aktiviert sein. Um das zu unterbinden ist es notwendig, die Einstellungen in Microsoft Outlook anzupassen. Öffnen Sie im Menü "Extras" von Outlook den Eintrag "Optionen" und wandern Sie in das Register "Einstellungen". Klicken Sie hier auf die Schaltfläche "Suchoptionen". Nunmehr stehen Ihnen die Möglichkeiten offen, die Outlook-interne Indexierung zu "tunen".

Allerdings ist diese Maßnahme nur von geringem Erfolg gekrönt. Nach erneutem Programmaufruf finden Sie Outlook noch immer in den Indexierungsoptionen.

Um Outlook gänzlich von der Indizierung auszunehmen, hilft nur die radikale Maßnahme, den Systemsuchdienst vollständig zu deaktivieren.

Den Dienst Windows Suche abschalten
Sollten Sie komplett auf die Windows Suche verzichten wollen, steht Ihnen der Weg des Deaktivierens des entsprechenden System-Dienstes offen. Navigieren Sie über das Verzeichnis "Verwaltung" des Eintrages "System und Wartung" der Systemsteuerung zu dem Symbol "Dienste" und öffnen Sie die Option mit einem Doppelklick.

Suchen Sie in der alphabetischen Liste nach dem Namen "Windows Suche". Mit einem weiteren doppelten Klick aktivieren Sie das Eigenschaftenfenster von Windows Search. Schalten Sie den Dienst durch betätigen der Schaltfläche "Beenden" zunächst ab. Nun entscheiden Sie sich aus dem Pulldownmenü im Bereich "Starttyp" für die Option "Deaktiviert". Ab sofort ist die Windows Suche abgeschaltet und wird künftig beim Systemstart nicht mehr geladen und Sie können gegebenenfalls das Suchtool eines anderen Anbieters ausweichen.

Vista Tunen
Neben dieser Maßnahme enthält Windows Vista zahlreiche Möglichkeiten, mit denen Sie die Systemleistung individuell optimieren können.

Sparen Sie sich das Geld für sogenannte Tuning-Tools. Setzen Sie stattdessen auf die Vista-Werkzeuge wie beispielsweise Datensicherung, Verwaltung der Autostartprogramme oder den Festplattenmanager.

Die Existenz der Vista-eigenen Tuningwerkzeuge, die das Leben mit dem Redmonder Zugpferd angenehmer machen, scheinen jedoch nur wenig bekannt zu sein. In unserem Beitrag "Vista-Tuning mit Bordmitteln" (Artikel) stellen wir Ihnen die wichtigsten Tools vor und zeigen Ihnen die Arbeit mit den Programmen.

Kommentare:
kommisch 4 GB ram (0 Antworten) daniel.berend...,
05.10.2008 22:51
es mag sein das deiner die 4 GB nicht anerkennt mir hat er sie anerkannt. hast du schon das service pack 1 drauf vielleicht liegt es daran.
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Vista bremmst PC aus. (3 Antworten) scania3607,
04.10.2008 21:27
weis ja nicht was du für einen rechner verwendest,habe einen toshiba satelitte vista premium ahtlon x2 4 GIG arbeits speicher alles geht flüssig,naja auf einen c64 gehts eben nicht so gut
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Hey Jungs ich kanns euch sagen ;D (9 Antworten) larsgrefer,
01.07.2008 13:40
Nur mal zum Klarstellen, Vista unterstützt garkeine 4GB RAM, wenn du so viel drin hättest könnte Vista nur 3,39GB nutzen. Ich bin sehr zufrieden mit Meinem Vista und würde es jedem empfehlen
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