Endlich wieder da: Windows Update Packs(25.07.2007)Schon seit langem sind die sogenannten freien Update Packs für Windows eine beliebte Alternative zu Microsofts Onlineupdate-Prozedur. Nach dem Microsoft im März 2007 mit der Androhung juristischer Schritte die Verbreitung der Pakete verschiedener Anbieter unterbunden hatte, bieten die Portale WinFuture und German-nlite den Download-Renner ab sofort wieder an. Darüber hinaus können interessierte Windows-Anwender mit der Hilfe des kostenlosen Werkzeugs "Update-Pack-Creator" jetzt auch selbst Hand anlegen und ein Update-Paket nach eigenen Wünschen gestalten.
Sicherheits-Updates: stets ein Thema
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von Ralf Horn Zum Alltag eines Windows-Anwenders gehört das häufige Aktualisieren des Betriebssystems. Durch immer wieder neu aufgedeckte Programmierfehler und Sicherheitslücken ist es unerlässlich, die jeweiligen Updates und Korrekturen des Herstellers in das System zu integrieren. Bereits bei der Freigabe des Service Pack 2 für Windows XP verkündete Microsoft vollmundig, dass nach dem Update ein Betriebssystem zur Verfügung stehen werde, das so sicher und stabil sei wie keine Windows-Version zuvor. Mit ähnlich lautenden Aussagen versuchen die Redmonder jetzt die Kundschaft von der Zuverlässigkeit des aktuellen Betriebssystems "Windows Vista" zu überzeugen. Doch ist bekanntlich keine Software absolut fehlerfrei. Nicht nur dem Service Pack 2 für Windows XP folgte eine wahre Flut von Updates, auch für das noch neue Windows Vista stehen schon zahlreiche Sicherheits-Patches und Hotfixes zum Download zur Verfügung. Leidtragender ist stets der Windows-Benutzer, der in vierwöchigem Rhythmus wichtige Security Bulletins und Patches für das Redmonder-Betriebssystem auf seinen Rechner laden muss. Jeweils am zweiten Dienstag eines Monats findet der Microsoft Patchday statt, an dem der Konzern seinen Kunden die Berichtigungen neu entdeckter Fehler und Sicherheitslücken anbietet. Ein weiteres, Windows-typisches Problem: Bei intensiver Windows-Nutzung werden Sie bereits nach relativ kurzer Zeit feststellen, dass viele Applikationen grundlos länger für den Start brauchen, einige Aufgaben nur noch stockend abgewickelt werden und immer häufiger unerklärliche Fehlermeldungen auftauchen.
Die Ursachen für dieses charakteristische Verhalten von Windows sind vielfältig: So hinterlassen beispielsweise Programm-Deinstallationen oder Systemabstürze oft Dateireste und Einträge in der Registrierungsdatenbank, die Windows künftig belasten. Auch ein falscher Treiber oder ein Anwenderfehler kann dazu führen, dass Windows den Dienst verweigert. So kommt jeder Windowsbenutzer früher oder später dazu, das nicht mehr zuverlässig arbeitende Betriebssystem durch eine Neuinstallation ersetzen zu müssen. Allerdings ist nach dem erfolgreichen Abschluss einer Neuinstallation die Arbeit aber noch nicht beendet. Vielmehr ist es unerlässlich, die von Microsoft veröffentlichten Updates und Sicherheitspatches in das Betriebssystem zu implementieren. Bei vielfacherer Neuinstallation oder dem Einrichten und Aktualisieren von mehreren Rechnern, wird der Download über das Windows Update für den Anwender schnell zur Geduldsprobe.
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WinFuture und nLite in einem Boot
Es ist zwar möglich die einzelnen Dateien über das Windows-Update auf dem lokalen Rechner zu speichern, doch machen kryptische Pfade und Bezeichnungen die Handhabung für den unerfahrenen Anwender schwierig. Sieht man von ISO-CD-Abbilddatei für Administratoren in Unternehmen einmal ab, stellt Microsoft bislang keine kompletten Update-Pakete für den Heimanwender zur Verfügung. Eine Lösung, um diese Lücke zu schließen, haben engagierte Programmierer gefunden, die seit vielen Jahren über eigene Internet-Seiten vollständige Update Packs für Windows zum kostenlosen Download zur Verfügung stellten. Microsoft verhindert freie Update-Packs Im März 2007 kam dann das Aus für die in mühevoller Kleinarbeit zusammengetragenen Patch-Sammlungen. Mit der Androhung juristischer Schritte wurde aus Redmond mit Kanonen auf Spatzen geschossen und die Verbreitung der Alternativen zu Microsofts Onlineupdate-Prozedur unterbunden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Software-Riese das Angebot der Pakete zwar nicht unbedingt gerne gesehen, doch auch keine Einwände gegen das Verteilen der inoffiziellen Updates erhoben. Wegen der unklaren Rechtssituation stellten alle Anbieter von freien Bundles ihren Service vorerst ein. Vor dem Hintergrund gegen keinerlei Lizenzierungs- und Rechtsvorschriften zu verstoßen, haben sich die Macher des Internet-Magazins WinFuture (Link) sowie der Betreiber der Domain German-nLite (Link) entschlossen ab sofort wieder ein Update-Pack anzubieten. Das Schlichtungs-Angebot der Paket-Anbieter
In einem Beitrag (Link) des eigenen Online Forums erklärt der Teamchef von German-nLite die Hintergründe seines HotFix-Paks für Windows XP: Sebastian Kuhbach – Betreiber des Magazins WinFuture – erklärte uns in einer telefonischen Stellungnahme eine ähnliche Vorgehensweise. Das beliebte WinFuture UpdatePack sei kein Freibrief für Raubkopierer, die glauben, auf diesem Weg die von Microsoft für manche Updates ausdrücklich geforderte WGA-Validierung umgehen zu können, so Kuhbach.
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