TrueCrypt: Sicheres Verschlüsseln für jedermann(06.10.2005)Man muss nicht unbedingt ein militärischer Geheimnisträger sein, um auf den Gedanken zu kommen, wichtige Daten auf dem eigenen PC nicht jedermanns Zugriff aussetzen zu wollen. Neugierige Familienmitglieder oder WG-Mitbewohner können bereits Anlass genug sein, private Daten sicher zu verschlüsseln. Auch die zunehmende Überwachung des Datenverkehrs durch den Staat ist ein Anlass, die Privatsphäre so gut wie möglich zu schützen. Kryptographische Software von heute lässt sich auch von Otto Normalbenutzer problemlos bedienen, denn die dabei zugrundeliegenden, komplexen mathematischen Vorgänge spielen sich im Hintergrund ab. Besonders leicht und sicher gelingt das Verschlüsseln von Daten und Datenträgern mit dem quelloffenen und kostenlosen Tool "TrueCrypt", das zudem einige spezielle Funktionen mitbringt, die ihresgleichen suchen.Top-Freeware
von Christian Stender Windows XP Professional bringt zwar eingebaute Verschlüsselungsmechanismen mit, die aber nur auf NTFS-Partitionen funktionieren und zudem erfordern, sich zunächst mit den Prinzipien der Verwaltung von Zugriffsrechten auseinanderzusetzen. Bei der Home Edition sind diese Features ohnehin nur eingeschränkt vorhanden. Tools wie "TrueCrypt" machen es einem da wesentlich einfacher. Nur ein paar Klicks in der übersichtlichen Oberfläche sind nötig, um beliebige Daten ohne Vorkenntnisse sicher zu verschlüsseln und dabei auf Wunsch sogar zusätzlich zu verstecken. Die Einfachheit der Bedienung verwundert nicht, denn "TrueCrypt" stammt von dem inzwischen eingestellten Projekt "Encryption for the Masses (E4M)" ab – und dieser Name ist immer noch Programm. Jedem Computerbenutzer soll die Möglichkeit gegeben werden, Verschlüsselung einzusetzen. Das Prinzip: Mit dem Programm legt man zunächst virtuelle Behälter ("Container") an, die dann wie eine weitere Festplatte benutzt werden können. Zum "Auf- und Abschließen" der Behälter benutzt man "TrueCrypt". Einmal geöffnet, erhält der digitale Safe einen Laufwerksbuchstaben und kann so lange benutzt werden, bis man den den virtuellen Schlüssel wieder abzieht. Der Schlüssel selbst besteht in einer Passwortphrase.
Sehr interessant ist die zusätzliche Option, auch Wechseldatenträger wie Disketten oder USB-Sticks zu verschlüsseln – gerade diese fallen leicht Unbefugten in die Hände. Dabei kopiert sich "TrueCrypt" auf Wunsch selbst komplett auf den Datenträger, so dass man das Programm auch unterwegs zu Hand hat.
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