Dateimanager im Vergleich(22.06.2006)Mit der Zeit sammeln sich auf jeder Festplatte unzählige Dateien an, die wichtig sind, nicht nur Programmdateien, sondern auch zahlreiche Benutzerdaten. Hier mal ein Programm gezogen, dort mal ein aktueller Trailer und dazu noch die private Musiksammlung – Anwendungsfälle gibt es viele. Um den Überblick zu wahren und Ordnung in die Verzeichnisstruktur zu bringen, fallen die Windows Bordmittel recht bescheiden aus: keine Zwei-Fenster-Ansicht, keine Komprimierung, die alle wichtigen Formate bedient oder die Dateisplitting beherrscht. Daher ist der Anwender häufig auf eine Extra-Software angewiesen, einen so genannten Dateimanager. Drei sehr leistungsfähige Vertreter möchten wir Ihnen im Vergleich vorstellen.Übersicht:
von Holger Ohde Dateimanager gibt es schon länger als Windows – der legendäre Norton Commander wird vielen Nutzern heute noch ein Begriff sein. Obwohl dieses alte DOS-Programm heute noch als Vorbild vieler Dateimanager dient, sind aktuelle Vertreter mit einer modernen Windows-Oberfläche ausgestattet und übertreffen zudem den Bedienkomfort gegenüber dem Windows Explorer. Die Auswahl an Dateimanagern ist sehr groß (zum Beispiel EF-Commander). Doch warum sollte man überhaupt solch ein Zusatztool verwenden, ist der Windows Explorer, mit dem die meisten Windows-Nutzer vertraut sind, nicht ausreichend? Wenn es um die Dateiordnung auf der heimischen Festplatte geht, kann die Bedienung nicht komfortabel genug sein. Gerade hier zeigt das Windows-Vorbild allerdings zahlreiche Defizite. Einige Beispiele aus der Praxis seien hier kurz erwähnt. Anwender, die zum Beispiel ihre letzte Digitalfotosammlung auf den Rechner kopieren möchten und dabei komfortabel in einem Durchgang alle Bild-Dateien von XYZ.JPG in Sommerurlaub-2006-XYZ.JPG umbenennen wollen, müssen dies normalerweise mühsam per Hand erledigen. Bei sehr vielen Bildern ist hier ein automatisches Multi-Umbenennungstool gefragt. Nicht nur Power-User schätzen die Möglichkeit, die gängigsten Dateioperationen ausschließlich per Tastatur und damit effizienter durchführen zu können. Auch hier wirkt das Windows-Tool sehr umständlich. Anwender, die mit mehreren Rechnern arbeiten, werden eine Synchronisationsfunktion zum Programm gesteuerten Abgleich unterschiedlicher Datenbestände häufig einsetzen. Um einen besseren Überblick über die auf der Festplatte befindlichen Dateien zu erhalten, ist ein eingebauter Viewer gefragt, der möglichst viele Formate unterstützen sollte.
Spätestens bei der Verarbeitung von entfernten Dateien per FTP muss der Windows Explorer mangels FTP-Client passen. Zu guter letzt sollte das Dateimanagement auch spürbar flotter als mit dem Windows-Original von statten gehen. Vier mächtige Vertreter möchten wir Ihnen jetzt vorstellen, die allesamt dem Windows-Original durch wesentlich mehr Funktionen und mehr Komfort zu Leibe rücken wollen: Speed Commander, Total Commander, der Newcomer Servant Salamander und die einzige Freeware im Test, der freeCommander. Die obige Auflistung der Anforderungen zeigt schon, wie anspruchsvoll die Entwicklung eines umfassenden Dateimanagers sein kann: Leistung, die sich die Entwickler bezahlen lassen. Bei den genannten Dateimanagement-Alternativen handelt es sich um kostenpflichtige Shareware-Produkte, die allesamt in einer aktuellen Version erschienen sind.
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