Parallels Desktop: Apple und Windows auf einem Rechner(11.01.2007)Vor zwei Jahren mischte Apple-Chef Steve Jobs die Karten neu und verkündete, dass die kommenden Apple-Rechner nicht mehr mit Prozessoren von IBM ausgeliefert werden sollen. Mittlerweile laufen alle neueren Macs auf Core-Duo-Prozessoren von Intel. Der Umstieg eröffnet völlig neue Perspektiven. Gerade Einsteiger aus dem Windows-Bereich profitieren von Apples neuem Taktgeber. Sie können Windows XP und Vista oder auch einen Linux-Abkömmling quasi nebenbei betreiben. Wir haben uns die populäre Lösung "Parallels Desktop" für Sie genauer angesehen und verraten, wie sich XP im Paralleleinsatz unter OS X macht.Übersicht:
von Jens Fliege "Parallelbetrieb statt Dual-Boot!" titelt Hersteller Application Systems auf seiner Webseite und bringt damit auf den Punkt, was "Parallels Desktop" gegenüber der von Apple selbst entwickelten Lösung "Boot Camp" voraus hat: Die Software kann im Livebetrieb unter OS X eingesetzt werden. Ist das zweite Betriebssystem einmal installiert, können einzelne Applikationen aus der systemfremden Umgebung direkt aus dem Dock gestartet werden. Auch ein Datenaustausch zwischen Apple und PC ist über gemeinsam genutzte Netzwerkordner möglich.
Die Installation von Parallels selbst ist etwas ungewohnt, da nicht einfach ein Programmicon via Drag & Drop in den Programmordner gezogen werden kann. Parallels bringt eine eigene Installationsroutine mit, die den Kunden aber vor keine besonderen Schwierigkeiten stellt. Beim ersten Start der Virtualisierungssoftware kann sich der Anwender aussuchen, was er installieren möchte. Windows XP und Windows Vista stehen zur Verfügung. Auch viele Linux-Varianten können aufgespielt werden. Um die Installation von Windows besonders einfach zu gestalten, gibt es einen Express-Modus, der auf eine bewährte Konfiguration der virtuellen Maschine setzt. In der Praxis konnte dieser Modus ohne Probleme verwendet werden. Die für viele Anwender vertraute XP-Installationsroutine wird gestartet, nur dass diese in einem kleinen Fenster unter OS X stattfindet.
Ein Nachteil hat das Verwenden von "Parallels": Die Software nutzt nur eine Prozessorkern der Core-Duo-CPU. Clever gelöst wurde die Speicherzuweisung des Gast-Betriebssystems auf der Festplatte. Dieser wächst nämlich mit. Benötigt XP mehr Raum, weist Parallels diesen einfach zu.
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