OS X Leopard: Das neue Apple-Betriebssystem(19.11.2007)Apple weiß, was User wünschen. Das neue Betriebssystem OS X 10.5 Leopard soll ein weiteren Meilenstein in der Computerwelt darstellen und Microsoft Windows in jeglicher Hinsicht übertreffen. Mit rund einem halben Jahr Verspätung ist das neue Mac-Betriebssystem nun erhältlich. freenet hat die Software unter die Lupe genommen und zeigt Ihnen, ob OS X tatsächlich besser als Vista ist.Übersicht:
Von Jörg Rieger Sind Apple Computer nur etwas für Grafiker und Individualisten? Keinesfalls! Die aktuellen Computer der "iPod"-Macher sind nur unwesentlich teurer als die PCs, aber dafür erheblich schicker. Das gilt auch für das Betriebssystem. Mac OS X, seit 2001 sind mittlerweile 4 große Releases erschienen, setzt Maßstäbe in Sachen Bedienungsfreundlichkeit, Geschwindigkeit und Absturzsicherheit. Dazu existieren für Apples Betriebssystem keine Viren. Und seit die Mac-Computer mit Intel-Prozessoren bestückt sind, können sie sogar Windowsprogramme ausführen. Die neue Version OS X 10.5 Leopard ist nun mit rund einem halben Jahr Verspätung offiziell erschienen. Apple verspricht ein automatisches Vollbackup, Dateimanagement im iTunes-Stil und viele weitere Detailverbesserungen. Ist OS X tatsächlich das bessere Windows? freenet hat das neue System installiert und einem Praxistest unterzogen.
Wenn man einen neuen Mac kauft, ist mittlerweile OS X Leopard schon vorinstalliert und mit wenigen Mausklicks startklar. Für alle anderen Mac-Anwender heißt es: OS X kaufen, zum Normalpreis. Eine Upgrade-Möglichkeit gibt es nicht. Dafür stehen Sie aber auch nicht vor der Qual der Betriebssystem-Wahl. Statt wie bei Windows zwischen Heimanwender, Profi- und Vollprofiversion wählen zu müssen, hat Apple ein System für alle Zwecke. Beim Upgrade am Mac-Computer haben Sie die Wahl zwischen einer kompletten Neuinstallation, einer Neuinstallation mit Sicherung Ihres alten Systems, oder die Übernahme Ihrer Programme und der Anwenderdaten. Letztere Möglichkeit haben wir natürlich ausprobiert. Klappt so ein Update tatsächlich ohne Probleme? Die Anwort lautet ganz klar: Ja, es funktioniert. Allerdings dauert es ganz schön Zeit, bis die rund sechs Gigabyte System- und Programmdaten übertragen sind. Schön, dass die Installation auch für Einsteiger in Sachen Computer ohne Probleme zu bewältigen ist. Lediglich ein Neustart genügt, und schon ist OS X einsatzbereit.
Wer OS X kennt, findet sich auch in OS X 10.5 sofort zurecht. Die Optik wurde allerdings aufgefrischt. Das Dock, wo wichtige Programme oder Dokumente abgelegt sind, glänzt nun komplett verspiegelt. Leider sieht man im neuen Design nur noch mit zusammengekniffenen Augen, ob ein Programm bereits aktiviert ist oder nicht. Ansonsten ist es eine wahre Freude, mit der Maus über das Dock zu fahren und den spektakulären Zoom-Effekt auszulösen. Der Arbeitsplatz, am Mac Finder genannt, sieht nun ganz wie iTunes aus. Neben Standard-Ansichtsoptionen wie Liste, Details oder Spaltenansicht, gibt es jetzt auch den Coverflow. Damit können Sie Bilder oder Dokumente wie in Apples Musiksoftware per Mausklick durchstöbern. Der Clou – mehrseitige PDF-Dokumente können Sie in dieser Ansicht durchblättern, auch das Anhören von MP3-Musik und Abspielen von Musik-Videos klappt, ohne das eigentlich zuständige Programm zu laden. Hier können Windows-Vista-Fans nur staunen. Ansonsten ist der Finder ganz unkompliziert zu bedienen, ähnlich wie bei Linux oder Windows. Praktisch: Am Mac werden nur jene Laufwerke angezeigt, die auch wirklich aktiviert sind. Sprich, Ihr Kartenleser bleibt unerkannt, solange keine Speicherkarte einleget ist. Auch das DVD-Laufwerk wird dann erst sichtbar, wenn Sie einen Datenträger einlegen.
Linux-like: Spaces in OS X Apples Betriebssystem macht einen rundum munteren Eindruck – auf älteren Mac-Computern erlebt man allerdings das Vista-Syndrom: Betagte Rechner sind mit den neuen Feautures schlichtweg überfordert. Insgesamt macht das neue OS X aktuellere Mac-Computer aber nur unmerklich langsamer.
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