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iWoz: die Biographie des Apple-Erfinders

 (18.10.2006)

Bill Gates, Linus Torvalds, Steve Wozniak. Drei Männer, drei Welten, drei Pioniergestalten für die wichtigsten Betriebssysteme unserer Tage. Einen kleinen Unterschied gibt es aber dennoch: Microsofts Chefarchitekt schrieb seine Autobiographie "Der Weg nach vorn" bereits 1995. Der finnische Freidenker zog sechs Jahre später mit "Just for fun" nach. Nach weiteren sechs Jahren hat nun der dritte im Bunde, ein introvertierter Hippie aus Sunnyvale, nachgelegt. Der schlichte Titel der Memoiren von Steve Wozniak: "iWoz".



Lupe"Ich, Wozniak"
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von Jens Fliege

Ein Raunen geht durch die Macwelt: Der Erfinder des ersten Apple, Steve Wozniak, hat seine Autobiographie vorgelegt. Das wäre doch ein schönes Geschenk auf dem Gabentisch, schließlich ist bald Weihnachten und in den immer kürzer werdenden Tagen kommt neuer Lesestoff zum besten Betriebssystem der Welt gerade recht.


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Doch nach den ersten Seiten stellt sich bei einigen Macianern etwas Ernüchterung ein. "Kerle, ist der eingebildet!" klingt es aus der Blogosphäre. Und tatsächlich: "iWoz" nennt Wozniak seine Autobiographie und damit ist fast alles gesagt: Ich, Wozniak, genialer Erfinder, Konsolengenie seit den ersten Tagen habe ein Buch geschrieben. Es handelt von dem Menschen, der mir am meisten Respekt abverlangt: von mir.

LupeWozniaks Apple I
Und so sind die ersten Kapitel des Buches voll von privaten Anekdoten, gespickt mit den vielen Auszeichnungen, die der begabte Junge während seiner Zeit in der Primary School und in der High School einheimsen konnte. Doch trotz (oder gerade wegen) der vielen Selbstreferenzen von "Woz" erfährt man einiges über die Ästhetik des Macs. Wozniaks unbestritten riesiges Talent, Rechner von Grund auf zunächst in Gedankenspielen und dann in der Praxis zu erschaffen, trifft auf eine Arbeitsweise, die der begeisterte Bridge-Spieler so beschreibt: "Ich wollte die Chips wie ein Künstler zusammenbauen. Das war mein Ziel, als ich den ersten Computer gebaut hatte, denjenigen, der später der Apple I geworden ist."

Begleitet werden Wozniaks Erzählungen aus den Gründertagen von Apple von einem zwölfseitigen Bilderteil mit Schwarz-Weiß-Fotographien. Die Lektüre wird zudem mit erläuternden Kästchen der Co-Autorin Gina Smith aufgelockert, in denen man zum Beispiel erfährt, wer "Tom Swift" war, was "FORTRAN" ist und was es mit dem "Golf von Tomkin" auf sich hat. Ein flexibler Einband und ein begleitendes Glossar machen "iWoz" zu einem schönen Computerbuch, das neben unzähligen "Woz"-Anekdoten auch ein Bild der Zeit zeichnet, in der der Prototyp einer Maschine geboren wurde, die heute aus keinem Büro mehr wegzudenken ist - egal ob Windows, Linux oder Mac OS X nach dem Start des Rechners läuft.

freenet.de Buchtipp

Steve Wozniak, Gina Smith
iWoz
Wie ich den Personal Computer erfand und Apple mitgründete

321 Seiten, FlexCover, 19,90 €.
ISBN 3-446-40406-6
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