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Apple LISA: Der erste Mac wird 25

 (18.01.2008)

Apple denkt anders – Apple ist anders – und das war schon immer so. Bereits vor 25 Jahren überraschte der Konzern mit einem Computer, der die Fachwelt verblüffte. Optisch war das Gerät zwar etwas plump, konnte aber bereits mit einer grafischen Benutzeroberfläche und Mausbedienung aufwarten. Am PC hingegen musste man sich im MS-DOS 2 noch mit kryptischen Tastenkombinationen durchschlagen – das erste Windows war noch Jahre entfernt. Apple LISA war der Vorgänger der heutigen, supermodernen Apple-Computer. Der Geburtstag der "Großmutter aller Macs" jährt sich am 19. Januar zum 25. Mal. Grund genug für freenet.de, einen Blick zurück auf dieses legendäre Heimcomputer-System zu wagen.



LupeHappy Birthday, LISA (Foto: Apple).

Von Jörg Rieger

Apple Computer sind durchgestylt, setzen immer wieder Maßstäbe bei der Benutzerfreundlichkeit und sind einfach anders. Das war sogar schon 1983 so. Getreu dem Apple-Motto "Think different" kam am 19. Januar 1983 der Personal Computer LISA auf den Markt.

Während PC-Anwender noch mit MS-DOS, kryptischen Tastaturbefehlen und meist ohne Maus arbeiten mussten, trumpfte LISA mit luxuriöser Ausstattung auf: Dieses Apple-System verfügte über eine grafische Benutzeroberfläche mit Mausbedienung. Inklusive waren zwei Diskettenlaufwerke sowie ein Arbeitsspeicher von immerhin 512 Kilobyte. Auch kleine Office-Programme waren im Lieferumfang schon enthalten. Nicht zu vergessen, der 12 Zoll große schwarz-weiß Monitor war im Gehäuse integriert war und ein 5 Megahertz starker Motorola-Prozessor mit 16-Bit-Technik verrichtete in dem etwas unförmigen Computer seinen Dienst.


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Optional konnte der Arbeitsspeicher auf ein Megabyte aufgerüstet und eine nahezu gigantisch große Festplatte mit zehn Megabyte Kapazität eingebaut, beziehungsweise direkt "aufgebaut" werden. Über den Aufpreis für dererlei Top-Technik ist heute leider nichts mehr bekannt. Der Basispreis von LISA hingegen sehr wohl. Rund 10.000 Dollar musste man damals für den innovativen Computer bezahlen. Das war ein stolzer Preis, und der wirtschaftliche Erfolg ließ denn auch auf sich warten.

Daran war, wenn man Insidern glauben mag, der heutige Apple-Chef Steve Jobs nicht ganz unschuldig. Bei der Produktpräsentation von LISA kam er nämlich nicht umhin darauf hinzuweisen, dass in Bälde ein erheblich preiswerter und genauso leistungsfähiger Computer von Apple zu erwarten sei - der Macintosh.

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LupeDie Kraft der 5 MhZ. Foto: macgeek.org
Verschiedene Quellen berichten, dass mehrere tausend unverkaufte Exemplare von LISA sogar auf einer Mülldeponie verscharrt wurden. Nichtsdestotrotz ließ sich Apple von diesem Fehlschlag nicht beeindrucken, denn der erste Schritt in Richtung bedienungsfreundlicher Computer war getan. LISA 2, eine leicht modifizierte und leistungsfähigere Version erschien 1984. Auch hier blieben die Verkaufszahlen aber weit hinter den Erwartungen zurück. Immerhin erhielt dieser kleine Supercomputer nach kurzer Zeit die Bezeichnung Macintosh XL, der Weg hin in Richtung neuer Computer-Generation war zumindest in der Produktbezeichnung geebnet.

Schon 1983 wurde parallel mit dem Apple II der Grundstein für den ersten "richtigen" Mac-Computer gelegt. Aber erst mit Macintosh Plus stellte sich 1986 nach einiger Reifezeit der gewünschte Erfolg ein.


25 Jahre Apple LISA

Kommentare:
Der Taktgeber der Computerbranche (9 Antworten) pisstake,
27.06.2008 18:22
Na so teuer sind se nun auch wieder nicht. Die Preise sind schon deutlich gesenkt worden. Und wenn man bedenkt, dass der kleine iMac 300,-€ weniger kostet als das Konkurrenzmodell von HP. Muss ich...
Zitatantwort »   antworten »

JA ... die LISA (1 Antwort) power.info,
21.03.2008 21:30
Jeder Rechner ab den 70ziger des Letzten Jahrhunderts mit entsprechender Software ist schneller als ein Mitarbeiter der nur drei dinge pro Stunde kann. Es gibt Aufgaben, die wenn es anderen...
Zitatantwort »   antworten »

weitere Kommentare ... (12 Kommentare)

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