Apple Keynote 08: MacBook Air & Time Capsule(17.01.2008)Die offizielle Keynote von Apple-Chef Steve Jobs zeigt jedes Jahr aufs Neue die Trends des Jahres. Bei diesem Event, das alljährlich im Januar stattfindet, werden immer wieder Technologie-Meilensteine gesetzt – iPod, iTunes, iMac... Geräte, die Technologiegeschichte schrieben und einer ganzen Geräte-Generation einen neuen Look verpassten. Dieses Jahr drehte sich die Präsentation hauptsächlich um ein ganz flaches Gerät: Das MacBook Air – ein ultraflaches, leichtes Notebook. Ganz am Rande wurde außerdem eine vollautomatische Backup-Lösung für den Hausgebrauch präsentiert.Von Jörg Rieger Apple weiß, wie man begeistert. Produkte wie der iPod sind Zeichen einer ganz eigenen Firmenphilsophie. Zu dieser zählt auch die traditionelle Keynote von Apple-Chef Steve Jobs, die alljährlich im Januar im Rahmen der weltgrößten Mac-Messe in San Francisco abgehalten wird.
Das Überraschungspaket war dieses Mal allerdings deutlich dünner geschnürt, als im Vorfeld von vielen "Macianern" und Brancheninsidern erwartet wurde. Mit dem neuen MacBook Air wurde aber eine durchaus interessante Innovation präsentiert. Das, laut Apple "dünnste Notebook der Welt" ist tatsächlich nur maximal zwei Zentimeter dick, wiegt knapp 1,4 Kilogramm und hat in der Basis-Version neben dem Core-Duo-Prozessor mit 1,6 Gigahertz auch noch eine 80 Gigabyte Festplatte an Bord. Dazu biete das dünne Dinge zwei Gigabyte Arbeitsspeicher serienmäßig. DVD-Laufwerk? Fehlanzeige - das gibt es nur gegen Aufpreis als externes Gerät. Die Akkulaufzeit gibt Apple mit rund fünf Stunden an – das ist eine beachtliche Leistung. Sollte diese nachlassen, so muss man das Notebook aber zum nächsten Apple-Händler bringen. Denn der Akku kann nicht, wie sonst bei mobilen Computern üblich, mit zwei Handgriffen getauscht werden, er ist fest im Gehäuse verbaut. Lohnenswert ist ein Blick auf das Zubehör für das MacBook Air. Hier gibt es optional eine auf Flash-Speicher basierende Festplatte mit 64 Gigabyte Kapazität. Flash-Speicher ist genau jene Technologie, die auch bei Speicherkarten für Digitalkameras zum Einsatz kommt. Dadurch wird das Notebook noch schneller, verbraucht weniger Strom und ist extrem unempfindlich gegen Erschütterungen. In Sachen Bedienung verspricht das kleine Notebook großen Komfort. Neben dem Betriebssystem OS X 10.5 sorgt ein 13 Zoll großes Display für Durchblick. Die Tastatur ist normal groß und ein überdimensionales Trackpad ermöglicht die Mac-Steuerung mit zwei Fingern – ganz wie vom iPhone oder iPod Touch bekannt. Bei der Umweltbilanz steht Apple, nach massiver Kritik in den letzten Jahren, als Musterknabe da. Das Notebook ist aus ökologischer Sicht einwandfrei ? fast alles ist recycelbar, das Display ist quecksilberfrei und dazu verbraucht das Gerät extrem wenig Energie. Das Ganze hat aber seinen Preis. Während die Basis-Version des MacBook Air schon mit 1700 Euro zu Buche schlägt, verschlägt es einem bei der Luxus-Version mit der SolidState-Festplatte fast den Atem: Knapp 2900 Euro wechseln hier den Besitzer. Das MacBook Air ist zweifelsohne ein technisches Wunderwerk. Im Alltag wird es bei diesen Preisen aber wohl eine Ausnahmeerscheinung bleiben.
Backup your life. Das "Aber" kommt hinterher – die vollautomatische Sicherung funktioniert ausschließlich mit Mac-Computern. Windows-PCs bleiben auf der Strecke, können aber immerhin über WLAN auf die Daten der Time Capsule zugreifen. Dazu stellt das Gerät für alle Computer eine schnelle WLAN-Basisstation zur Verfügung und kann als Druckerserver fungieren. Ansonsten waren die Neuigkeiten in Steve Jobs "Keynote" eher dünn gesät: Neben einem kleinen iTunes-Update wurde die Software des iPhone um einige Zusatzfunktionen erweitert. Also keine Spur von einem iPhone 2.0, über das in Internet-Foren schon spekuliert wurde. Schon im Vorfeld zur MacExpo wurde der neue MacPro, ein Desktop-Rechner mit 8-Core-Xeon-Prozessoren von Intel, vorgestellt. Zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 320 Gigabyte-Festplatte sind in dem schicken Alu-Gehäuse schon ab Werk mit dabei.
| ||||||||||||