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Traute Zweisamkeit: Windows und Ubuntu auf einem PC(29.10.2007)Linux ist immer stärker in aller Munde. Den Umstieg auf die spannende Alternative zu Windows fassen daher auch mehr PC-Nutzer ins Auge. Allerdings möchte oder kann mancher Anwender nicht sofort gänzlich auf das gewohnte Betriebssystem verzichten. Was liegt also näher, als die beiden Kontrahenten - vorübergehend - gemeinsam auf einem Rechner in friedlicher Koexistenz zu betreiben? Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Systeme parallel auf Ihrem PC nutzen.Übersicht:
von Ralf Horn Gründe dem weit verbreiteten Betriebssystem aus Redmond den Rücken zu kehren gibt es viele. So werden in erster Linie immer wieder Argumente wie beispielsweise die geringeren Hardwareanforderungen von Linux, der schier unglaublich große Softwarepool von Open Source-Applikationen sowie die geringen Kosten für das freie Betriebssystem genannt. Darüber hinaus gilt Linux als relativ sicher, Antivirensoftware ist nahezu entbehrlich. Benutzer einer Linux-Distribution müssen sich nicht mit Einschränkungen wie Digital Rights Management, Zwangsaktivierung oder einer Echtheitsüberprüfung des Betriebssystems plagen. Das Setup sowie die Handhabung eines modernen Linux-Betriebssystems ist nicht annähernd so kompliziert, wie Skeptiker gerne behaupten. Eine aktuelle Distribution wie beispielsweise Ubuntu 7.10 – Gutsy Gibbon – (Artikel) können Sie vor der Installation in einer Live-Umgebung bequem ausprobieren, ohne dass die Daten Ihrer Festplatte verändert werden müssen. Es genügt, den Rechner von dem Ubuntu-Live-Medium zu starten und nach wenigen Minuten steht Ihnen ein Linux der Extraklasse mit allen Features zur Verfügung. Da das Booten des Rechners von einer CD/DVD nicht unbedingt zu den rasantesten Vorgängen gehört, ist der Entschluss, Ubuntu auf der Festplatte zu installieren, bald getroffen. Doch wird mancher Windows-Nutzer nicht vorbehaltlos dem gewohnten System den Rücken kehren wollen. Vorhandene Daten sollen erhalten bleiben, teure Applikationen sollen weiterhin verwendet werden können und Windows sollte weiterhin als Spieleplattform zur Verfügung stehen. Was liegt also näher, als beide Betriebssysteme auf einem PC nebeneinander zu betreiben? Sie können Ubuntu problemlos neben einer bereits vorhandenen Windows-Installation auf Ihre Festplatte übertragen, selbst wenn dort keine zweite, leere Partition zur Verfügung steht. Ubuntu ist für alle Eventualitäten einer Festplatteninstallation bestens ausgerüstet.
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Starten Sie den Rechner zunächst von Ihrem Ubuntu-Medium. Nach dem Bootvorgang finden Sie auf der Arbeitsoberfläche das Symbol "Installation". Nach einem Doppelklick darauf wird die Ubuntu-Setuproutine aufgerufen. Ubuntu durchforstet die im System vorhadene(n) Festplatten(n) nach bereits installierten Betriebssystemen und freien Partitionen. Das intelligente Partitionierungsprogramm bietet Ihnen, je nach vorhandener Konfiguration, unterschiedliche Möglichkeiten an. So können Sie eine vollständig von Windows belegte Partition verkleinern lassen und Platz für Linux schaffen. Sie haben aber auch die Gelegenheit vorhandene freie Speicherbereiche einer leeren Partition zu verwenden. Fortgeschrittene Anwender werden die Methode der manuellen Partitionierung bevorzugen. Soll eine Windows-Partition "geschrumpft" werden, können Sie über einen Schieberegler frei entscheiden, wie viel Speicherplatz Sie Linux zuteilen möchten.
Tipp Im weiteren Setupverlauf verankert Ubuntu den Bootloader "GRUB" (Lexikon) in den Master Boot Record (Lexikon) der primären Festplatte und richtet ein Startmenü ein, aus dem Sie bequem das zu aktivierende Betriebssystem auswählen können. GRUB erkennt auch so moderne Betriebssysteme wie Windows Vista und bindet diese ins Startmenü ein.
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