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Vorgestellt: openSUSE 11(23.06.2008)OpenSUSE ist eine der populärsten Linux-Distributionen in Deutschland. Nach acht Monaten Wartezeit freut sich die Linux-Welt jetzt über neue Version 11.0 des leistungsfähigen Open Source Betriebssystems. Wir haben einen Blick auf den jüngsten Spross des für Einsteiger und Profis gleichermaßen interessanten openSUSE-Projekts geworfen.
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von Ralf Horn Schon seit vielen Jahren kommen Linux-Freaks und auch umsteigewillige Windows-Anwender an dem durch das Haus Novell unterstütze openSUSE-Projekt (Link) nicht vorbei. Dank der hervorragenden Hardwareunterstützung und einer umfangreichen und aktuellen Softwareausstattung gilt das offene Betriebssystem als eine der beliebtesten Linux-Distributionen in Deutschland. Neben der freien Community-Version "openSUSE" steht die Produktpalette der kostenpflichtigen Linux-Varianten für den Unternehmenseinsatz unter dem bekannten Markennamen "SUSE Linux" zur Verfügung. Das Betriebssystem steht als DVD-Image sowie in jeweils einer CD-Variante mit der KDE- oder Gnome-Desktopumgebung zum kostenlosen Download für 32 oder 64-Bit-Systeme zur Verfügung. Wie gewohnt haben die OpenSUSE-Entwickler die Komponenten des Grundsystems auf den aktuellen Stand angehoben. So schlägt im inneren das Herz der Betriebssystemkerns der Version 2.6.25. X.org 7.3 sorgt für eine erstklassige Konfiguration der meisten Grafikkarten, Monitore und Eingabegeräte. Mit Gnome 2.22, KDE 3.5.9 oder dem modernen KDE 4.0.4 hat der Anwender die Qual der Wahl zwischen drei grafischen Benutzeroberflächen. Selbstverständlich hat kommt openSUSE mit fortschrittlichen Applikationen in der jeweils aktuellen Programmversion daher. So gehören beispielsweise Mozilla Firefox 3.0, Open Office 2.4 oder Gimp 2.4.5 zum Lieferumfang. Darüber hinaus steht eine riesige Auswahl von Open-Source-Software zur Verfügung, durch die nahezu jede erdenkliche Anwendungsmöglichkeit abgedeckt sein dürfte.
Installation So kommt die Routine im Gegensatz zu früheren openSUSE-Versionen jetzt mit erheblich weniger, vom Anwender zu bestätigenden Einzelschritten aus. Die automatische Partitionierungsfunktion arbeitet zuverlässig und der unbedarfte Neuling kann den Vorschlägen des Programms vertrauen. Vorhandene Windows-Partitionen werden selbstverständlich erkannt und gegebenenfalls für die Installation von Linux verkleinert. Dabei begnügt sich openSUSE in Abhängigkeit von der Festplattengröße mit relativ wenig Speicher. Entdeckt der Installer eine leere Partition, wird diese automatisch für Linux verwendet. Wohl einer der "wichtigsten" Schritte des Setupvorganges ist die Auswahl der Desktop-Arbeitsumgebung. Angeboten werden neben dem KDE 4 Plasma-Desktop auch die aktuelle Variante von KDE 3.5 sowie gleichrangig auch GNOME. Glaubt man der Anzeige des entsprechenden Ausswahlscreens, wird der Eindruck erweckt, der Anwender müsse sich auf eine der angebotenen Möglichkeiten festlegen. Dies allerdings ist ein Trugschluss, da später über die Paketauswahl auch die beiden anderen Umgebungen nachträglich zur Installation ausgewählt werden können.
Traditionell gehören SUSE-User zu den KDE-Anhängern. Für die tägliche Arbeit sollte sich der Anwender für das bewährte KDE 3 oder GNOME entscheiden. Zwar hat KDE 4 einiges zu bieten, doch fehlt es bislang an Stabilität und in einigen Bereichen wirkt es noch verhältnismäßig lückenhaft. Angesichts der Tatsache, dass sich die grafischen Benutzeroberflächen problemlos parallel betreiben lassen, ist es letztliche Geschmackssache, für welches System Sie sich entscheiden. Insgesamt belegt openSUSE bei Verwendung der vorgeschlagenen Paketauswahl mit KDE 4 nach der Installation etwa 2,5 GB Festplattenspeicher. Auf einem modernen Alltags-PC dauerte das Setup vom Booten des Installations-Mediums bis zum vollständigen hochgefahrenen KDE-System knapp eine halbe Stunde. Ein Highlight der Installation ist die in openSUSE 11 eingeführte Technik von Kexec (Link), die es ermöglicht, einen beispielsweise durch Treiberimplementierung neuen/veränderten Kernel zu starten, ohne den Rechner vollständig neu booten zu müssen. Durch die gewohnt exzellente Hardwareerkennung und der damit verbundenen automatischen Treibereinbindung, steht dem Anwender sofort ein funktionierendes System zur Verfügung. Was bei manchem Mitbewerber der Linux-Szene noch immer nicht klappen will, kann openSUSE: nahezu alle gängigen WLan-Chipsätze erkennen, diese einbinden und weitestgehend automatisch konfigurieren. Der lahme openSUSE Updater vorhergehender Versionen des Betriebssystems hat ausgedient und wurde durch eine aktualisierte Variante ersetzt. Bereits nach dem ersten Staret des frischen Systems meldet sich das sinnvolle Werkzeug und bringt – eine richtig konfigurierte Internetverbindung vorausgesetzt – die openSUSE-Pakete automatisch auf den aktuellen Level.
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