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Schick und stabil: KDE 4.1(06.08.2008)Mehr als ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung der eher "experimentellen" K-Arbeitsumgebung 4.0, wurde vor wenigen Tagen die KDE-Version 4.1 freigegeben. Mit dem zweiten Schritt in der KDE-4-Entwicklungsreihe steht jetzt eine stabile und schicke Version für den Einsatz beim Endanwender zur Verfügung.
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von Ralf Horn Mehr als sechs Monate mussten sich die Freunde der Arbeitsumgebung KDE gedulden, bis nach dem Sprung zur Version 4.0 im Januar 2008 nun das Major-Release 4.1 der grafischen Benutzeroberfläche freigegeben wurde. War die Version 4.0 trotz der trügerischen Versionsnummer noch als Test- und Entwicklungs-Variante für experimentierfreudige Anwender und Programmierer gedacht, handelt es sich bei der aktuelle Version 4.1 um eine stabile, alltagstaugliche und außerordentlich gut aussehende Arbeitsoberfläche für den Endanwender. KDE4 wurde unter gewaltigem Aufwand von Grund auf neu entwickelt. Das Projekt KDE 4.1 wurde vollständig mit den Programmbibliotheken von qt4.4 (Lexikon) umgesetzt. Für die Entwicklung bedeutete das einen Kraftakt, da alle bisherigen KDE 3.x-Apllikationen an die Klassenbibliotheken von qt4 angepasst werden mussten. Die Portierung ist nach Angaben aus der "KDE-Entwicklungsabteilung" noch längst nicht abgeschlossen. Viele Werkzeuge müssen noch an das innovative KDE eingegliedert werden. Allerdings beutet dies für die Nutzer nur in Ausnahmefällen, dass der eine oder andere Anwender ein Tool vermissen wird. Einige der KDE-Programme lassen sich ab sofort auch unter Mac OS X, Windows und Solaris nutzen. Wie es heißt, werde die OpenSolaris-Unterstützung von KDE wird gerade in Form gebracht. Weitgehend funktioniert KDE unter OSOL, wobei es noch einige Stolperfallen gibt. Windows-Entwickler können sich Vorschauen von KDE-Anwendungen für ihre Plattform herunterladen (externer Link). Die Bibliotheken sind bereits relativ stabil, doch sind noch nicht alle Funktionen der kdelibs für Windows verfügbar. Einige Anwendungen laufen sehr gut unter Windows, andere noch nicht. Mac OSX ist eine weitere Plattform, die KDE betritt. KDE on Mac (externe Verknüpfung)ist noch nicht bereit für den produktiven Einsatz. Multimedia-Unterstützung durch Phonon ist bereits verfügbar, die Integration von Hardware und Suchfunktion ist noch nicht soweit.
Tausende Modifikationen
Innovatives KDE 4.1 Darüber hinaus hat die neue, mit KDE 4.0 vorgestellte Desktop-Shell Plasma, jetzt den Entwicklungsstand erreicht, an dem sie die bisherige Oberfläche von KDE 3.x ersetzten kann. Plasma unterstützt nun mehrere anpassungsfähige Kontrollleisten. Außerdem wurde das Startmenü Kickoff noch einmal überarbeitet. Besonders stolz ist das Entwickler-Team auf die zahllosen neuen großen und kleinen Programme sowie die netten Spielereien und Tools von KDE 4.1. So hält beispielsweise der Dragon-Player, ein einfach zu bedienender Video-Betrachter, Einzug in KDE. Für Spiele-Freaks sind einige neue Games mit an Bord. KDiamond (ein "Bejeweled"-Klon), Kollision, KBreakOut und Kubrick sollen für Spaß in Arbeitspausen sorgen. Dolphin – der KDE Dateiverwalter – hat eine neue Baumstruktur in der Hauptansicht. Ebenfalls neu ist die Unterstützung von Tabs. Eine neue und innovative Einzel-Klick-Auswahl sollen dem Nutzer das Leben erleichtern und die Kontext-Aktionen "Kopiere nach" und "Verschiebe nach" sind jetzt einfacher zu erreichen. Selbstverständlich steht auch Konqueror als Alternative zu Dolphin bereit und profitiert auch von den erwähnten Funktionen.
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Der KDE-Internetbrowser Konqueror kann nun bereits geschlossene Fenster und Tabs wieder öffnen. Zudem beherrscht er jetzt weiches scrollen durch Internetseiten. Ein weiteres Highlight ist der Bildbetrachter Gwenview. Dank der neuen Vollbildansicht sowie der Vorschaubildleiste wird der Zugriff auf Bilder zum Kinderspiel. Die Multimedia-Schnittstelle Phonon zur Entwicklung von Audio- und Video-Anwendungen unterstützt Untertitel sowie zusätzliche Backends (Lexikon) für GStreamer, DirectShow 9 sowie QuickTime. Auf den Player Amarok2 (externer Link) muss die Nutzergemeinde noch etwas warten. Zwar besteht die Möglichkeit, die Alphaversion nachträglich zu installieren, doch besteht hier der Gefahr von Instabilitäten. Die Entwickler wollen die finale Variante der Software voraussichtlich im Oktober 2008 wieder in KDE integrieren.
NVidia-Problem
Fazit Dank des hervorragenden Outfit sowie der überaus stabilen Funktionsweise ist KDE 4.1 jetzt eine echte Alternative zu seinem Vorgänger der Version 3.x. Neben dem Quellcode stehen für die verschiedensten Distributionen bereits Installationspakete von KDE 4.1 zum Download (externer Link) bereit. Darüber hinaus können interessierte Anwender den Desktop mit einer Live-CD auf der Basis von openSUSE11 testen (Download). Bereits für Januar 2009 haben die KDE-Macher die nächste Version 4.2 geplant.
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