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Mega-Display mit Multimedia von Pioneer

Zwei von Pioneers "Kuro"-Bildschirmen hat HEIMKINO bisher getestet – und beiden einen ein geniales Bild mit Gänsehautgarantie attestiert. Nun ist der "Schwarze Riese" namens PDP-LX6090H in der Redaktion eingetroffen, um seine Schwestermodelle in den Schatten zu stellen – im wahrsten Sinne des Wortes.



LupePioneer PDP-LX6090H
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Bild für die Götter

Erfolg zu haben heißt für Pioneers Plasmaflüsterer nicht, sich auf den Lorbeeren auszuruhen – vielmehr kam der Wunsch auf, sich mit der neunten Display-Generation selbst zu übertreffen, und den Flachbildschirmen noch ein Quäntchen mehr Schwarz zu entlocken. Beim Vorzeigeplasma PDP-LX6090H möchte der japanische Hersteller außerdem mit einem umfangreichen Ausstattungspaket punkten, inklusive Netzwerkanschluss und integriertem HDTV-Sat-Tuner.

Ausstattung und Bedienung
Drei HDMI-Anschlüsse sind natürlich Pflicht. Doch auch USB, Scart, Sub-D und Komponente bleiben nicht außen vor. Und weil DVB-T und das analoge Kabelsignal für diese Bildschirmgröße ja nur bedingt geeignet sind, ist zusätzlich ein HDTV-Sat-Tuner integriert, dafür steht das "H" in der Produktbezeichnung. Um den PDP-LX6090H nicht nur optisch, sondern auch funktionell zum Mittelpunkt des audiovisuellen Geschehens zu machen, hat er außerdem einen Netzwerkanschluss – mehr dazu später.
In puncto Ausstattung bleiben also keine Wünsche offen. Doch was nützen ein riesiges, noch so gutes Bild und eine lange Featureliste, wenn die tägliche Handhabung unbequem ist? Die Gefahr ist ja immer, dass mehr Funktionen das Gerät zu kompliziert machen. Auch daran hat man bei Pioneer gedacht und intensiv am Bedienkonzept gearbeitet: Das On-Screen-Menü hat fast schon ein wenig iPhone-Flair und lädt geradezu zum Scrollen ein. Nur eine Sache irritiert ein wenig: Der USB-Anschluss wird nicht als AV-Eingang aufgeführt. Ansonsten ist alles auf Anhieb zu finden. Passend zum edlen Flat-TV gibrt es nun eine edle Fernbedienung, die sich auch wertig anfühlt Der 60-Zöller hat keine integrierten Lautsprecher; wie immer bei ?Pioneer gibt es passende Boxen, die wahlweise unter oder neben dem Bildschirm angebracht werden. Um den Stromverbrauch zu reduzieren, gibt es – das ist für Pioneer-Geräte allerdings nicht neu – zwei Eco-Modi, die die Leuchtstärke des Gerätes ein wenig verringern. Je nach Bildinhalt zieht der Bildschirm im Eco-Betrieb etwa 120 Watt weniger als im Normalbetrieb.

Netzwerk und Multimedia
Die schon von einigen Pioneer-DVD-Rekordern und -AV-Receivern bekannte "Home Media Gallery" ist der Browser für AV-Dateien; sie können vom Windows-Media-Server über ein LAN-Netzwerk übertragen werden, oder man steckt einfach ein USB-Speichermedium an den Side-AV. In der Regel sind dazu keine Netzwerkkenntnisse vonnöten, solange alle beteiligten Geräte das dlna-Logo tragen – dann werden alle IP-Adressen automatisch vergeben.
Der PDP-LX6090H verarbeitet nicht nur MP3 und JPEG, sondern darüber hinaus viele andere Dateiformate: Zum Beispiel für Video WMV9, VC-1, MPEG-1, -2 und -4, für Bilder JPEG, PNG, GIF, TIFF, BMP, und für Audio WMA9, MP3, WA und MPEG-4 AAC. Das ist schon deutlich mehr, als manch andere Geräte leisten – dennoch vermissen wir DivX in der Liste. Der Funktionsumfang der Home Media Gallery leistet weit mehr als eine Diashow mit JPEGs und MP3-Dateien; vor allem können Playlisten erstellt und gespeichert werden.


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LupeDer Laborbericht

Bild
Kann der PDP-LX6090H die Bildqualität unseres Referenzgerätes, dem PDP-LX508D, noch toppen? Zunächst einmal sehen wir uns die Tuner an: DVB-T auf einem 60-Zöller – das ist schon sehr gewagt. Tatsächlich haben die Ingenieure von Pioneer das Problem der groben Pixelblöcke der DVB-T-Übertragung aber gut in den Griff bekommen: Eine Art "gnädiger Weichzeichner" lässt das Bild zwar etwas weniger scharf, aber dafür auch weniger pixelig aussehen – ab etwa vier Metern Betrachtungsabstand geht das in Ordnung. Wer den Fernseher ohnehin nur für Nachrichten benutzt und sonst vor allem Filme von DVD oder Blu-ray sieht, sollte damit gut zurechtkommen. Das analoge Kabelsignal kommt auch gut zur Geltung, allzu viel Rauschen ist nicht sichtbar. Dass die Sat-Übertragung auch hier mit Abstand am besten ist, versteht sich von selbst, und der HD-Tuner sorgt für viele "Ahs" und "Ohs".
Bei Testbildern für die Detaildarstellung, Farbauflösung und das Hochskalieren sind praktisch keine Unterschiede zwischen den beiden Plasma-TVs auszumachen – die Farbauflösung gelingt dem neuen Sechzigzöller vielleicht einen Hauch besser, aber weltbewegend ist das nicht. Nun sind aber mal die Testsequenzen für die Schwarzdarstellung und richtige Filmszenen dran, und siehe da: Tatsächlich wird der PDP-LX508D, der bis jetzt das Maß aller Dinge war, vom PDP-LX6090H noch übertroffen. Der ist wirklich noch schwärzer, und das hat nicht nur Auswirkungen auf ganz dunkle Szenen, die man im ganz dunklen Raum ansieht: Das Bild hat insgesamt noch mehr Tiefe, ist noch plastischer, noch klarer, noch dynamischer – Wahnsinn!
Es ist eigentlich selbstverständlich, soll hier aber dennoch nicht unerwähnt bleiben: Auch dieser Pioneer-Bildschirm lässt sich natürlich vom Fachmann bis ins letzte Detail kalibrieren, und bei der Bewegungsdarstellung kann der Nutzer je nach Geschmack zwischen dem originalen, filmisch-bewegten, und einem "glatten" Bewegungsmodus wählen. Letzterer bügelt nicht so gnadenlos viel Filmlook heraus wie es bei vielen Konkurrenzgeräten der Fall ist, und produziert kaum Artefakte.

Fazit
Ein Bild für die Götter – anders kann man den PDP-LX6090H nicht beschreiben. Mit dem nochmals verbesserten Schwarz gibt er Filmen eine bisher ungeahnte Dynamik, die den Zuschauer noch stärker in den Bann zieht. Das ist Kino!


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