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Im Test: Olympus LS-10

 (16.04.2008)

"Ich dachte, die stellen Kameras her!" Der erste Eindruck in der Redaktion ist Verblüffung. Der gemeine Anwender kennt Olympus als Hersteller von Digitalkameras. Dabei haben die Japaner schon seit 1969 Diktiergeräte im Programm. Mit dem neuen Flaggschiff LS-10 will Olympus nun erstmalig mit einem qualitativ hochwertigen Audio-Recorder auftrumpfen. Unser Testbericht verrät Ihnen, ob sich die Anschaffung lohnt.



LupeFrontansicht des LS-10
Olympus LS-10 im Detail
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Übersicht:
  • Im Test: Olympus LS-10
  • Der Recorder im Vergleich
  • Fazit

  • von Jens Fliege

    Auspacken

    In zwei eleganten, schwarzen Boxen befindet sich der komplette Lieferumfang des "Linear PCM Recorders", wie Olympus diesen ersten Sprössling im Marktsegment der hochklassigen Audio-Recorder nennt. Die handliche Verpackung erinnert im Design leicht an die formschönen Boxen, in denen Apple seine Produkte ausliefert - eine gelungene Präsentation des Produkts.

    Der Inhalt bietet kaum Überraschungen: USB-Kabel, Trageschlaufe, Verbindungskabel, Windschutz, zwei AA-Batterien, Betriebsanleitung und eine Tasche. Ein Netzteil für den LS-10 wird nicht mitgeliefert. Dieses soll laut Olympus zukünftig für einen OVP von 49,90 Euro bestellbar sein, ein stolzer Preis. Doch auch der LS-10 selbst ist nicht gerade ein Schnäppchen. Laut UVP liegt er bei 449 Euro, der Straßenpreis liegt bei "schon" 399 Euro.

    Der erste Eindruck
    Was bekommt man fürs Geld? Im ersten Griff liegt der Recorder solide verarbeitet und hochwertig in der Hand. Er erinnert in Form und Gewicht entfernt an alte Handy-Knochen in der Art eines Motorola Timeport. Sein Gehäuse besteht aus Aluminium und besitzt einen internen Speicher von satten zwei Gigabyte. Damit ist eine Speicherkarte eigentlich überflüssig. Trotzdem gibt es einen Slot für SD- und SDHC-Karten. In einer durchschnittlichen MP3-Qualität von 128 kbit können Sie den Recorder anderthalb Tage am Stück aufnehmen lassen.

    LupeWill sich auch für Podcaster und Journalisten empfehlen: Olympus LS-10
    Schnellstart
    Beim ersten Start des LS-10 muss zunächst die Uhrzeit eingestellt werden, ein Unterfangen, das ohne einen Blick in die Bedienungsanleitung nur schwer zu lösen ist, wenn man das hierzulande übliche Datumsformat verwenden möchte. Alle weiteren Schritte werden einem geübteren Anwender aber leichter von der Hand gehen. Etwas enttäuschend ist der Umstand, dass das handliche Aufnahmegerät keine Sprachwahl zulässt. Ihr Motto sollte also sein: "Yes, I speak english!"

    Im Auslieferungszustand ist der Recorder auf das Format PCM (Lexikon) eingestellt. Das erscheint nur konsequent, wenn man sich die Betitelung "Linear PCM Recorder" vor Augen führt. In diesem unkomprimierten Wave-Format kann die Hardware mit dem internen Speicher über drei Stunden lang aufzeichnen. Das gelingt auch tadellos im ersten Anlauf. Ein Druck auf den Aufnahmeknopf, der Recorder geht in orangeblinkende Aufnahmebereitschaft, Aussteuern des Signals, ein zweiter Druck auf die "Record"-Taste und die Aufnahme läuft. Eine kleine rote Diode warnt bei zu hohen Pegelständen.

    Lesen Sie auf der nächsten Seite: Der Recorder im Vergleich
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