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Im Test: Marantz PMD 620

 (09.01.2008)

Der Markt für Audio-Recorder ist seit einiger Zeit in deutlicher Bewegung. Die Geräte leisten immer mehr und kosten immer weniger. Wer für Aufnahmen deutlich höhere Qualität benötigt, als sie die Diktat-Funktion des MP3-Players hergibt, kann mit Recordern wie dem H2 von Zoom oder auch dem Microtrack vom M-Audio hochgerüstete Allzweckwaffen erwerben, die eine Menge Schnickschnack bieten. Im Vergleich dazu übt sich der US-amerikanische Hersteller Marantz mit den neuen PMD 620 in schlichteren Posen. Gerade das macht ihn zu einem starken Gegner für Zoom und Co. Wir haben uns den formschönen Rivalen genauer angesehen.



LupeDer Recorder in einer Detailansicht
PMD 620 im Detail
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Übersicht:
  • Im Test: Marantz PMD 620
  • Aufnahme läuft...
  • Fazit

  • von Jens Fliege

    Der erste Eindruck

    Die erste Auffälligkeit präsentiert der PMD 620 schon beim Auspacken: Das Gerät wirkt deutlich leichter als die Pressefotos zunächst vermuten ließen. Nur 110 Gramm bringt der Recorder auf die Waage. Sein Gehäuse besteht aus Plastik, wirkt aber trotzdem gut verarbeitet. Er ist sehr kompakt und lässt sich problemlos über die Finger einer Hand bedienen. Im Lieferumfang befinden sich die üblichen Verdächtigen: Audiokabel, USB-Kabel, Netzteil, eine CD-Rom und ein Stativadapter. Eine Tasche zum Schutz des Gehäuses hat Marantz seinem Recorder leider nicht spendiert.

    Schnellstart
    Nach dem Einlegen der Batterien startet das Aufnahmegerät in zwei Sekunden hoch. Das ist rasant! Das Display präsentiert sich im Schriftbild deutlich klarer als beim Zoom H4 (Testbericht) oder seinem kleineren Bruder, dem Zoom H2 (Testbericht). Und als ob das nicht genug wäre, wird beim Studium des Handbuchs klar, dass der PMD-620 zudem noch die Möglichkeit bietet, zwei verschiedene Fontgrößen in seinen Presets zu speichern.

    Die Sache mit den Presets

    Unter der Haube bietet PMD 620 ein interessantes Konzept, das sich von vielen anderen Geräten unterscheidet. Alle wichtigen Einstellungen für Aufnahme und Wiedergabe werden ausschließlich in Profilen verwaltet, in so genannten Presets.

    Pro Preset können 24 Einstellungen vorgenommen werden, die erschöpfend von allen erdenklichen Aufnahmeeinstellungen bis hin zum Verhalten des Recorders im Abspiel- und Schneidemodus reichen. Richtig gehört: Der PMD 620 verfügt über eine rudimentäre Schneidefunktion mit In- und Out-Punkten.

    Sprechen Sie Deutsch?
    Eine Umstellung der englischensprachigen Einträge in eine deutsche Übersetzung sucht man vergebens. Funktionen, die sich nicht gleich erschließen, wie zum Beispiel "Silent Skip", können in der ausführlichen deutschsprachigen Dokumentation immerhin nachgelesen und gelernt werden.

    Drei Presets können den individuellen Bedürfnissen entsprechend konfiguriert werden, wobei der Recorder diese beim ersten Start schon in einer sinnvollen Vorbelegung anbietet. Der PMD 620 arbeitet dabei mit den verbreiteten Aufnahmeformaten WAV und MP3. OGG oder FLAC sucht man als alternatives Aufnahmeformat vergebens.

    Entsprechend den Anforderungen spezieller Aufnahmesituationen können unterschiedliche Dezibel-Absenkungen (12 oder 24 dB) eingestellt werden. Das Stereo-Kondensatormikrofon ist stoßfest auf der Kopfseite des Recorders angebracht. Direkt darunter wurden LEDs für eine schnelle Sichtung von korrekter Aufnahme (grün) und Übersteuerung (rot) angebracht.

    Lesen Sie auf der nächsten Seite: Aufnahme läuft...
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