Offenbarung: Apples neue iPods(07.09.2007)Apples Musikplayer gehen in eine neue Runde. Wie immer wurde im Rahmen eines großen Events für ausgewählte Pressevertreter das Geheimnis um die neuen Geräte gelüftet. Die Überraschung: Die iPod-Famile hat mit dem iPod touch Zuwachs bekommen, der mit berührungsempfindlichem Bildschirm, WLAN-Webbrowser und YouTube-Schnittstelle aufwartet. Die bekannten Modelle wurden einer optischen und technischen Frischzellenkur unterzogen. freenet zeigt Ihnen die neuen Musikplayer in einer großen Bildershow und verrät die interessantesten Fakten rund um Apples neue "Taschen-Spielzeuge".Übersicht:
Von Jörg Rieger Steve Jobs, oberster Kopf von Apple, hat es geschafft – die Ankündigung neuer Produkte des umtriebigen kalifornischen Unternehmens gleicht einer weltweiten Offenbarung und wird auch entsprechend zelebriert. Allerdings waren es in der Vergangenheit auch tatsächlich recht spektakuläre Innovationen, angefangen vom iPhone im Frühjahr oder Intel-Macs im vergangenen Jahr, die der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Die neueste "Keynote", wie die Apple-Ankündigungen genannt werden, stand ganz im Zeichen neuer Musikplayer. Die iPods, seit rund sechs Jahren erfolgreich und in den USA mit rund 70% Marktanteil fast uneinholbar, bekommen Zuwachs und wurden außerdem vollständig renoviert. Interessant: Die neuen Geräte spiegeln auch den aktuellen Design-Trend von Apple wieder – das seit dem ersten iPod bekannte "Plastik-weiß" gehört endgültig der Vergangenheit an. Aluminum und Metall sind nun angesagt. Anfassen erlaubt: iPod touch Das auffälligste und komplett neue Mitglied in der iPod-Familie hat nicht nur die schwarze Metall-Optik von Apples Mobiltelefon iPhone geerbt. Auch die Bedienung erfolgt bei diesem Musikplayer komplett über ein großes, berührungsempfindliches Display im 16:9-Format. Es ist mit 3,5 Zoll Bilddiagonale recht groß ausgefallen und hat laut Apple eine Auflösung von 480x320 Pixel, natürlich in Vollfarbe. Zur Eingabe von Adressen, Telefonnummern oder Webseiten wird auf eine virtuelle Displaytastatur umgeschaltet. Zumindest in der Apple-Vorführung scheint das hervorragend und überaus problemlos zu funktionieren. Die bei dieser Form der Gerätesteuerung unvermeidlichen Fingertapser können Sie übrigens mit dem serienmäßig beigelegten Tuch entfernen. Die inneren Werte lassen aufhorchen – im Gehäuse werkeln ausschließlich Flash-Speicher, mit acht oder sogar 16 Gigabyte Kapazität. Das bedeutet nahezu komplette Stoßunempfindlichkeit. Als Taschenwärmer hat der iPod damit wohl auch ausgedient, da diese Speichermedien, im Vergleich zu bisher verwendeten Festplatten, kaum Wärme abstrahlen.
Erstmals hat ein iPod WLAN-Zugang. Sprich, Sie können mit dem iPod touch drahtlos im Web surfen, sofern er in ein Netzwerk eingewählt ist. Hier kommt Apples Web-Browser Safari zum Einsatz. Dank iTunes WiFi, das auf jedem iPod installiert ist, können Sie auch direkt Musiktitel kaufen. In den USA hat Apple eine Kooperation mit einer bekannten Kaffeehaus-Kette geschlossen - dort gibt es neben "Coffee-to-go" auch "Web-to-go" und "iTunes-to-go". Außerdem können iPod-Besitzer dort online nachschlagen, welche Musiktitel in der Filiale gerade gespielt wurden, und diese natürlich auch direkt kaufen.
Richtig eindrucksvoll ist die Online-Demonstration von Apple, um eigene Digitalfotos am iPod zu betrachten und zu zoomen – das klappt offensichtlich ganz intuitiv mit Daumen und Zeigefinger: Schieben Sie diese auf dem Bildschirm auseinander, wird das angezeigte Bild vergrößert, umgekehrt verkleinern Sie Ihren Schnappschuss im Handumdrehen. YouTube eingebaut Die Videofunktionalität wurde massiv ausgebaut. Ganz dem Web 2.0-Trend folgend, hat Apple eine direkte YouTube-Schnittstelle in den iPod eingebaut. Über WLAN können die Privat-Filmchen direkt abgespielt werden. Doch auch Musikvideos oder Filme aus dem iTunes-Store können formatfüllend wieder gegeben werden. Unterstützt werden m4v-, mp4-, und mov-Dateien. Der Anwender hat bei der Wiedergabe die Wahl zwischen einem gezoomten Vollbild oder Breitbild-Wiedergabe mit schwarzen Rändern oben und unten am Display. Der kleine, nur rund acht Millimeter dicke und knapp 120 Gramm leichte Tausendsassa hat außerdem einen Taschenrechner, Adressverwaltung, Kalender und eine Uhr mit an Bord. Bei den Akkulaufzeiten verspricht der Hersteller rund 24 Stunden bei Musik und fünf Stunden beim Abspielen von Videos. Die iPods im iPhone-Look kosten zwischen 300 und 400 Euro, je nach Speicherkapazität.
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